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Projektträger: Stadt Bad Berleburg

Städte im ländlichen Raum stehen vor großen Herausforderungen. Der Fachkräftemangel, das Kneipen- und Restaurantsterben, allgemeine Leerstände und wenig Freizeitangebote sind Themen, die Gemeinden im ruralen Gebiet häufig vor Probleme stellen.

Auch in Bad Berleburg kennt man diese Schwierigkeiten – und möchte diese nun mit Digitalisierung beheben. Dass dies nicht nur ein Wunschtraum ist, davon haben sich Interessierte der Stadt Bad Berleburg und der nahen Umgebung schon drei Mal selbst überzeugt. Bei ihrem Besuch in der „Digitalstadt Ahaus“ (Münsterland) wurde den Wittgensteinern schnell klar, dass ein hoher Grad der Digitalisierung ein effizienter Schritt ist, die oben genannten Probleme nachhaltig in den Griff zu bekommen.

Das öffentliche Leben in Ahaus funktioniert zum großen Teil über eine Handy-App, mit der eingekauft, bestellt oder bezahlt werden kann – auch kulturelle Angebote können so wahrgenommen werden.

Auch in Bad Berleburg soll durch die Digitalisierung von Bestell-, Reservierungs- und Bezahlvorgängen der Einzelhandel und die Gastronomie entlastet werden und – im Idealfall – neue Angebote entstehen. In anderen Bereichen, wie beispielsweise im Vereinsleben oder bei der Vermietung, könnten somit die Ehrenamtler entlastet werden und neue Freizeitangebote entstehen, für die das Personal derzeit fehlt.

Die Stadt Bad Berleburg möchte diesen Digitalisierungsplan in drei Phasen aufteilen:

Analysephase: Hier soll ein Anforderungskatalog ausgearbeitet und eine Software für die App ausgewählt werden.

Einführungs- und Erprobungsphase: Informationen sammeln von Stadtakteuren sowie die vollständige Einrichtung der Soft- und Hardware durch einen Content-Manager.

Evaluation und Verstetigungsphase: Bewertung des Istzustandes, Anpassungen und eine zukunftsfähige Struktur schaffen

Das Gesamtprojekt ist hierbei auf 2,5 Jahre ausgelegt. Dafür braucht es allerdings noch einen „Kümmerer“, der die Stadt bei diesem Unterfangen mit Expertise und Arbeitseifer unterstützt. Mit diesem Planer gemeinsam möchte Bad Berleburg eine Basis für eine lebendige Stadt mit Lebens- und Arbeitsqualität schaffen. Eine Ausweitung des Projektes auf die Nachbarkommunen ist natürlich denkbar und sehr wünschenswert.

Als Gesamtprojektkosten (inklusive Eigenanteil der Kommune) sind 125.000 Euro veranschlagt.

Projektträger: Stadt Bad Berleburg

Die guten Ergebnisse des LEADER-Projekts Nahversorgungsoffensive im ländlichen Raum – Stärkung der Dorfläden und Direktvermarkter in der vorausgegangenen Förderperiode sollen verstetigt werden. Der Erhalt der Dorfläden in Elsoff und Girkhausen sowie die erfolgreiche Einführung des Regio Marktes „Heimat schmecken“ sollen als Wissensbasis dienen, um die Nahversorgung auch in anderen Bad Berleburger Ortschaften wieder zu stärken.

So wird eine digitale 24/7-Lösung für die Dorfläden geprüft und ein Konzept erarbeitet, um dieses im ersten Schritt in Schwarzenau zum Tragen kommen zu lassen. Modellhaft soll dieses Konzept dann auch auf anderen Ortschaften übertragen werden. Um dies professionell umsetzen und begleiten zu können soll eine anteilige Personalstelle geschaffen werden. Diese wird auch als feste Anlaufstelle für die Dorfläden und Direktvermarkter dienen und bei Bedarf externe Beratungsangebote (Wirtschaftlichkeit, Konzept, Werbung) vermitteln. Zudem wird die Personalstelle dabei helfen, die lokalen Direktvermarkter besser einzubinden und für mehr Sichtbarkeit sorgen. Dazu soll es ein einheitliches Beschilderungssystem geben, damit die Teilnehmer des Regio-Marktes besser zu finden sind.

Durch Verstetigung des Regio-Marktes und der Sicherung der Dorfläden, inkl. eines 24/7-Konzeptes, soll sukzessive die Nahversorgung in den Bad Berleburger Ortschaften gesichert und zukunftsfähig ausgebaut werden.

Als Gesamtprojektkosten (inklusive des Eigenanteils der Stadt) sind 137.700 € veranschlagt.