Neuigkeiten

Projektträger: Stadt Bad Berleburg

Die ärztliche Versorgung in ländlichen Regionen Deutschlands steht vor großen Herausforderungen – so auch im Altkreis Wittgenstein. Insbesondere die Überalterung der bestehenden Hausärzte sowie der Mangel an wohnortnahen Facharztpraxen sind Existenzbedrohungen für ein funktionierendes Gesundheitswesen in unserer Heimat. 
Lange Wartezeiten auf Facharzttermine und dadurch entstehende massive Ausfallraten für Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind die Folgen dieser Problematiken.

Es besteht Handlungsbedarf, um die medizinische Versorgung Wittgensteins in Zukunft zu sichern und die Region dadurch attraktiver für Fachkräfte zu machen. 

Deshalb hat sich die Stadt Bad Berleburg dazu entschlossen, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben, welche den Gedanken verfolgen soll, wie eine moderne und zukunftssichernde Gesundheitsstruktur im Altkreis aufgebaut werden kann. Hierbei sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie die bestehende Versorgung gesichert, bestehende Hausärzte entlastet, Nachwuchsärzte integriert und Arbeitsabläufe optimiert werden können. 

Die geplante Machbarkeitsstudie soll dabei eine Analyse der fachlichen, rechtlichen, wirtschaftlichen und organisatorischen Abläufe bieten und – im Idealfall – ein Versorgungskonzept ergeben, welches unsere Region in Zukunft medizinisch absichert und/oder weiterentwickelt. Sie soll als Entscheidungsgrundlage für Politik, Verwaltung und potenzielle Träger dienen.

Die erste Kostenschätzung der Gesamtprojektkosten (inklusive Eigenanteils) liegt bei 80.000,00 – 90.000,00 €

Projektträger: Julia Guntermann

Die Erziehung der nächsten Generation ist eine essenzielle, aber auch zehrende Aufgabe für werdende oder gewordene Eltern – Glück und Verantwortung gehen Hand in Hand. Jedoch ist der Wiedereinstieg in die Arbeitswelt nach Beendigung der Elternzeit häufig problematischer als gedacht. Statistiken zeigen eindeutig, dass die Wiedereingliederung von Elternteilen nach ihrer beruflichen Auszeit nicht immer reibungslos funktioniert. Beispielsweise kehren nur 48 Prozent der Mütter in ihre vorherige Position im Betrieb zurück, 35 Prozent verlassen ihren Arbeitgeber sogar gänzlich. Die Dunkelziffer, auch die bei Vätern, dürfte sogar höher liegen.

Ein Umstand, der Julia Guntermann dazu veranlasst hat, mit „Mompetenz“ bei der LAG Region Wittgenstein vorstellig zu werden. Im Mittelpunkt von „Mompetenz“ stehen dabei eine Reihe von Seminaren, Schulungen sowie Vorträge, die sowohl Eltern als auch Arbeitgebern auf die Wiedereingliederung in den Berufsalltag vorbereiten und unterstützen sollen. Aus Eltern-, sowie Unternehmenssicht sind modulare Weiterbildungsprogramme angedacht. So sollen Mütter und Väter in ihrer Elternzeit beispielsweise durch professionelle Lernmodule oder praktische Übungen die Möglichkeit erhalten, sich fachspezifisch – aber auch zeitflexibel – weiterbilden zu können.

So entsteht ein Synergieeffekt, der auf der einen Seite gezielt das Selbstwertgefühl und die fachliche Kompetenz der Eltern steigert und auf der anderen Seite teilnehmende Unternehmen als attraktiver und moderner Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt zu etablieren. Insbesondere der Fachkräftemangel bewegt Unternehmen zum Umdenken, Mütter und Väter in Elternzeit werden als „stille Reserve“ mit hohen Qualifikationen angesehen.

Das Projekt „Mompetenz“ möchte hier als Schnittstelle zwischen Unternehmen und Eltern auftreten – mit beidseitigem Benefit.

Die erste Kostenschätzung der Gesamtprojektkosten (inklusive Eigenanteils) liegt bei 50.000,00 €

Projektträger: Stadt Bad Berleburg

Mit der geplanten Pumptrack-Anlage „Kids on wheels“ der Stadt Bad Berleburg, ist ein inklusiver Bewegungs- und Begegnungsort für alle Generationen am Stadtrand in der Planung. Auf der 3.600 Quadratmeter großen Fläche soll ein Asphalt-Rundkurs entstehen, der auf verschiedensten Fortbewegungsmitteln für Nervenkitzel, Ertüchtigung und Geschick stehen soll. Auch ein eigener Rollstuhl-Parcours soll realisiert werden.

Die Anlage bietet Menschen allen Alters – ob auf Fahrrad, Skateboard, Scooter, Inlineskates oder im Rollstuhl – sichere und abwechslungsreiche Möglichkeiten für Sport, Spiel und Bewegung. Dabei werden Fitness, Motorik, Koordination und Ausdauer spielerisch gefördert.

Besonderer Wert liegt auf sozialer Teilhabe: Kinder, Jugendliche, Familien, Freizeitsportler und Menschen mit Handicap nutzen die Anlage gleichermaßen. Dadurch entsteht ein Ort, der Integration, Inklusion und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt – weit über die reine Sportfunktion hinaus.

Die Pumptrack-Anlage ist wartungsarm, TÜV-geprüft, naturnah eingebettet und soll sich harmonisch in das bestehende Landschaftsbild einfügen. Sie steht für ein zukunftsweisendes Freizeitangebot, das Gesundheit, Lebensqualität und Begegnung im realen Miteinander fördert.

Die erste Kostenschätzung der Gesamtprojektkosten (inklusive des Eigenanteils) liegt bei 494.840,01 €.

Projektträger: Stadt Bad Berleburg 

Wie kann nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum konkret gestaltet werden? Die Stadt Bad Berleburg möchte darauf eine zukunftsweisende Antwort erarbeiten: In einem innovativen Modellprojekt werden in allen 23 Ortschaften sogenannte „Dorfwerkstätten“ durchgeführt. Ziel ist es, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Strategien und konkrete Maßnahmen zu erarbeiten, die als Vorbild für andere ländliche Regionen dienen können. Grundlage hierfür ist die städtische Nachhaltigkeitsstrategie, entstanden im Rahmen des landesweiten Prozesses „Global Nachhaltige Kommune NRW“, den Bad Berleburg als einzige Kommune im Kreis Siegen-Wittgenstein erfolgreich durchlaufen hat.

In moderierten Workshops vor Ort werden Zukunftsthemen wie Arbeit, Bildung, Tourismus, Demographie oder Klimaschutz diskutiert. Dabei geht es nicht nur um die Bedürfnisse einzelner Orte, sondern auch um dörferübergreifende Kooperationen und Synergien – etwa im Bereich Infrastruktur oder Daseinsvorsorge. Als symbolischer Blickfang soll in jeder Ortschaft eine „LEADER-Bank“ dienen und die „Zukunftsperspektive“ des jeweiligen Dorfes markieren.

Die Ergebnisse der Dorfwerkstätten werden umfassend dokumentiert und der Öffentlichkeit – von der Bürgerschaft über Ortsvorsteher bis hin zu Nachbarkommunen wie Bad Laasphe und Erndtebrück – zur Verfügung gestellt. Der Austausch über Gemeindegrenzen hinweg ist ausdrücklich Teil des Projekts. So entsteht ein praxisnaher Orientierungsrahmen für nachhaltige Dorfentwicklung – getragen von der Bevölkerung und mit Ausstrahlung auf ganz Wittgenstein und darüber hinaus.

Die Gesamtprojektkosten (inklusive des Eigenanteils) werden mit ca. 257.000 € veranschlagt.

Projektträger: TV Laasphe 1863 e.V.

In Bad Laasphe soll eine barrierefreie, multifunktionale Kombi-Freizeitanlage entstehen, die weit mehr ist als ein einfacher Sportplatz. Unter dem Leitsatz „Sport ist die Sprache, die uns alle verbindet“ schafft sie einen niedrigschwelligen Begegnungsraum für Menschen aller Altersgruppen, sozialer Hintergründe und Herkunft. Der Zugang ist kostenlos, ohne Anmeldung und bewusst offen gestaltet – ein Ort für Bewegung, Austausch und Teilhabe.

Im Zentrum steht eine kleine Sportfläche zum freien Spielen, ergänzt durch eine Wiese, Grill- und Sitzplätze, bewegungsfreundliche Geräte sowie sanitäre Anlagen. Tafeln in mehreren Sprachen erklären das Angebot und schaffen Orientierung. Das Gelände wird inklusiv und integrativ gestaltet, mit Augenmerk auf Nutzen und Zugänglichkeit für alle – auch für Menschen mit Behinderungen, für Familien mit geringem Einkommen oder für Kinder ohne Vereinsbindung.

Ziel ist es, mehr als nur körperliche Aktivität zu ermöglichen: Der Platz bietet eine Chance für Teilhabe – unabhängig von Geldbeutel, Sprache oder Vereinszugehörigkeit. Gerade in ländlichen Räumen, in denen Mobilitäts- und Freizeitangebote oft fehlen, soll er als wohnortnaher Treffpunkt dienen. Kinder und Jugendliche, die sonst wenig Bewegungsräume haben, finden hier einen geschützten Ort zum Toben, Treffen und Dazugehören. Auch für Erwachsene und Senioren entsteht ein Raum zur Begegnung.

Das Projekt fördert damit nicht nur Gesundheit und Integration, sondern stärkt auch soziale Strukturen vor Ort – durch gemeinsame Nutzung, ehrenamtliches Engagement und offene Veranstaltungen. Die Anlage versteht sich als Antwort auf den wachsenden Bedarf nach freien, flexiblen Begegnungsräumen im ländlichen Raum – und als Einladung an alle, dabei zu sein. Ohne Hürden, aber mit großer Wirkung.

Die erste Kostenschätzung der Gesamtprojektkosten (inklusive des Eigenanteils) liegt bei 461.000 €.

Projektträger: Verein für Kultur und Freizeitgestaltung e.V.

In der Fest- und Kulturhalle Berghausen schlägt das Herz des dörflichen Miteinanders. Sie dient nicht nur den örtlichen Vereinen als Veranstaltungsort, sondern wird auch regelmäßig von Gruppen und Privatpersonen aus dem gesamten Wittgensteiner Land genutzt. Um diese zentrale Funktion weiter auszubauen und zukunftsfähig zu gestalten, plant der Verein für Kultur und Freizeitgestaltung nun den Umbau des bisherigen Küchenbereichs in einen multifunktionalen Raum – offen für alle Generationen und Interessen. Die ursprüngliche Idee dazu stammt aus der Dorfbevölkerung selbst – sie entstand im Rahmen gemeinsamer Gespräche rund um das Dorfjubiläum und greift konkrete Bedürfnisse und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger auf.

Der neue Raum soll vielfältig genutzt werden können: als Probenraum mit guter Akustik für Chöre, als Treffpunkt für die Dorfjugend, als Ort für Schulungen, Sitzungen und Bildungsveranstaltungen sowie gesellschaftliche Zusammenkünfte jedlicher Art. Auch regelmäßige Themenabende („Donnerstags IN“) sind vorgesehen, bei denen sich Interessierte über Entwicklungen in der Region informieren und austauschen können. Ziel ist es, ein dauerhaftes Angebot zu schaffen, das zur aktiven Mitgestaltung des dörflichen Lebens einlädt.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem geplanten monatlichen Gaststättenbetrieb. Seit der Schließung der letzten Gaststätte im Ort fehlt ein Treffpunkt für den spontanen, generationsübergreifenden Austausch. Dieses neue, ehrenamtlich organisierte Angebot soll genau diese Lücke schließen. Vereine und Gruppen aus der Region können sich beteiligen und für den Betrieb mitverantwortlich sein – so entsteht ein Ort, an dem Gemeinschaft erlebbar wird und neue Kontakte geknüpft werden können.

Darüber hinaus schafft der neue Raum wohnortnahe Angebote für Menschen ohne eigene Mobilität – ein wichtiger Aspekt angesichts des begrenzten ÖPNV-Angebots und fehlender Taxi-Kapazitäten am Wochenende. Das Projekt stärkt nicht nur die lokale Infrastruktur, sondern fördert auch das Ehrenamt, die kulturelle Vielfalt und den sozialen Zusammenhalt – weit über die Grenzen Berghausens hinaus. Angedacht ist durch den Umbau den Nutzern der – im Rahmen des Dorfjubiläums entstandenen – Wander- und Radwege die Toilettenanlagen zugänglich zu machen.

Als Gesamtprojektkosten (inklusive des Eigenanteils) sind ca. 210.000 € veranschlagt.

Projektträger: Schießgruppe Berleburg e.V.

Die Schießgruppe möchte eine LaserTag Arena und damit ein einzigartiges Indoor-Freizeitangebot in Wittgenstein schaffen. Ziel ist es insbesondere Kinder ab sieben Jahren und Jugendliche eine attraktive Alternative zu Videospielen zu bieten, da laut Studien bereits 21 Prozent der 6- bis 9-Jährigen und 86 Prozent der 10- bis 12-Jährigen ein eigenes Smartphone besitzen und dieses häufig für Spiele nutzen. Die Arena soll die Kinder und Jugendlichen vom Bildschirm weglocken. Sie soll durch ihre interaktive Gestaltung nicht nur Bewegung fördern, sondern auch die Teamfähigkeit und die Hand-Augen-Koordination verbessern. Da ein solches Angebot in Wittgenstein bislang nicht existiert, kann das Projekt eine innovative Freizeitmöglichkeit schaffen, die darüber hinaus auch von (erwachsenen) Einwohnern und Besuchern der Region genutzt werden kann. Die Schießgruppe möchte so einen Beitrag für Wittgenstein leisten.

Damit die Anlage auch außerhalb der Vereinszeiten genutzt werden kann, etwa von Kurgästen wird eine digitale Vermietung der Anlage, beispielsweise über eine Online-Plattform, geprüft. Damit ließe sich die Nutzung flexibel gestalten und in bestehende Veranstaltungen wie Ferienspiele, den Indoor-Hüpftag des Jugendfördervereins Bad Berleburg oder Projektwochen einbinden. Um auch Menschen mit Beeinträchtigungen den Zugang zu ermöglichen, wird die Arena barrierefrei gestaltet.

Vorgesehen ist, den aktuell leerstehenden Schießstand am Stöppel in Bad Berleburg zu nutzen. Der Verein, der bereits Mieter dieser städtischen Anlage ist, hat 2024 dort zwölf neue, moderne Luftdruckanlagen in Eigenregie gebaut. Diese Baumaßnahmen brachten die Idee für das geplante Projekt hervor. Der hintere Raum des Gebäudes, der etwa 300 m² groß ist, bietet sich aufgrund seiner bestehenden baulichen Voraussetzungen wie einer stabilen Gebäudehülle und einem geeigneten Fußboden an um eine LaserTag Arena einzurichten.

Das Projekt hat das Potenzial die Attraktivität der Region zu steigern und die soziale Integration zu fördern. Zudem kann es das bestehende Vereinsleben im Schießsport sinnvoll ergänzen. Es wäre ein Alleinstellungsmerkmal in Wittgenstein, das sowohl Einwohner als auch Gäste ansprechen würde.

Als Gesamtprojektkosten (inklusive des Eigenanteils) sind 40.000 € veranschlagt.

Projektträger: „Wir in Schwarzenau“

Update 4. Juli 2024: Das Projekt hat sich erfolgreich bei dem Förderprogramm Struktur- und Dorfentwicklung beworben.

Heimatverbundenheit prägt die Identität eines Menschen, beschreibt ein Gefühl von Zugehörigkeit und ist oftmals Ankerpunkt für Menschen der Region. Diesen positiven Gefühlen möchte der Verein „Wir in Schwarzenau“ – ein Zusammenschluss aller örtlichen Vereine – noch mehr Nährwert geben. Als zentralen Ort für das untere Edertal hat sich der Verein dabei den Homberg ausgesucht, der auf 590 Höhenmetern über der Region thront. Dort soll in Zukunft eine Aussichtsplattform aus Metall geschaffen werden, von der aus man über das gesamte Elsoff- und Edertal blicken kann.

Damit möchte man einen Treffpunkt für Wanderer, Gleitschirmflieger und ortsansässige Menschen schaffen, die den einmaligen Blick über die Wälder und Auenlandschaften zwischen Schwarzenau, Elsoff und Beddelhausen genießen wollen.

Bei der Umsetzung möchte der Verein „Wir in Schwarzenau“ so wenig wie möglich in die vorhandene Natur eingreifen und setzt bei der Umsetzung des Projekts auf Nachhaltigkeit und Naturschutz – heimische Baustoffe werden benutzt und auch die geplante Natursteinmauer könnte als Biotop für Amphibien genutzt werden. Die Sitzgelegenheiten sollen aus Kalamitätsholz gebaut werden.

Mit Blick auf das möglichst umweltverträgliche und ressourcenschonende Wirtschaften, die Erhöhung des Freizeitwerts für die Region, die Verbindung von Naturerholung mit Kulturhistorie sowie das Engagement einer starken Dorfgemeinschaft hofft der Dachverein auf eine breite Akzeptanz.

Als Gesamtprojektkosten (inklusive des Eigenanteils) sind 50.000 € veranschlagt.

Projektträger: Stadt Bad Berleburg

Städte im ländlichen Raum stehen vor großen Herausforderungen. Der Fachkräftemangel, das Kneipen- und Restaurantsterben, allgemeine Leerstände und wenig Freizeitangebote sind Themen, die Gemeinden im ruralen Gebiet häufig vor Probleme stellen.

Auch in Bad Berleburg kennt man diese Schwierigkeiten – und möchte diese nun mit Digitalisierung beheben. Dass dies nicht nur ein Wunschtraum ist, davon haben sich Interessierte der Stadt Bad Berleburg und der nahen Umgebung schon drei Mal selbst überzeugt. Bei ihrem Besuch in der „Digitalstadt Ahaus“ (Münsterland) wurde den Wittgensteinern schnell klar, dass ein hoher Grad der Digitalisierung ein effizienter Schritt ist, die oben genannten Probleme nachhaltig in den Griff zu bekommen.

Das öffentliche Leben in Ahaus funktioniert zum großen Teil über eine Handy-App, mit der eingekauft, bestellt oder bezahlt werden kann – auch kulturelle Angebote können so wahrgenommen werden.

Auch in Bad Berleburg soll durch die Digitalisierung von Bestell-, Reservierungs- und Bezahlvorgängen der Einzelhandel und die Gastronomie entlastet werden und – im Idealfall – neue Angebote entstehen. In anderen Bereichen, wie beispielsweise im Vereinsleben oder bei der Vermietung, könnten somit die Ehrenamtler entlastet werden und neue Freizeitangebote entstehen, für die das Personal derzeit fehlt.

Die Stadt Bad Berleburg möchte diesen Digitalisierungsplan in drei Phasen aufteilen:

Analysephase: Hier soll ein Anforderungskatalog ausgearbeitet und eine Software für die App ausgewählt werden.

Einführungs- und Erprobungsphase: Informationen sammeln von Stadtakteuren sowie die vollständige Einrichtung der Soft- und Hardware durch einen Content-Manager.

Evaluation und Verstetigungsphase: Bewertung des Istzustandes, Anpassungen und eine zukunftsfähige Struktur schaffen

Das Gesamtprojekt ist hierbei auf 2,5 Jahre ausgelegt. Dafür braucht es allerdings noch einen „Kümmerer“, der die Stadt bei diesem Unterfangen mit Expertise und Arbeitseifer unterstützt. Mit diesem Planer gemeinsam möchte Bad Berleburg eine Basis für eine lebendige Stadt mit Lebens- und Arbeitsqualität schaffen. Eine Ausweitung des Projektes auf die Nachbarkommunen ist natürlich denkbar und sehr wünschenswert.

Als Gesamtprojektkosten (inklusive Eigenanteil der Kommune) sind 125.000 Euro veranschlagt.

https://www.leader-wittgenstein.de/wp-content/uploads/2026/03/Seite1_Praesentation-Digitalstadt-der-Doerfer_final-pdf.jpg

Projektträger: „Erndtebrücker Motorsport Club“

Motorsport und Umweltschutz? Das passt für viele Menschen nicht zusammen. Schließlich verschlingen leistungsstarke Sportmotoren haufenweise fossilen Brennstoff.  Doch der Erndtebrücker Motorsport Club möchte nun einen innovativen Schritt gehen und beide Schlagworte kombinieren. Deswegen plant der Verein, der mittlerweile 80 Mitglieder hat und besonders in der Jugendförderung viel Aufwand betreibt, die Anschaffung zweier elektrisch betriebener Karts.

Durch das Umrüsten auf Elektroantrieb plant der Erndtebrücker MC ein wegweisendes Vorbild-Modell in seinem Sportsegment und hofft gleichzeitig darauf, auch andere Motorsport-Vereine von „sauber“ betriebenen Karts überzeugen zu können. Außerdem sieht der EMC dadurch die Chance, eine breitere Akzeptanz für E-Autos zu schaffen, Kinder und Jugendliche schon früh für Elektrofahrzeuge zu begeistern, mögliche Vorurteile auszuräumen und Vorteile des alternativen Antriebs aufzuzeigen. Es soll eine nachhaltige Vereinsstruktur geschaffen werden, die dem Umweltschutz dient, ohne den Leistungssportgedanken zu gefährden.

Der EMC veranstaltet zudem mehrere Renn-Wochenenden, an dem auch andere Motorsportvereine teilnehmen. Diesen soll durch die Rennen mit Elektro-Karts ebenfalls aufgezeigt werden, dass Rennsport auch ohne Benzin-Motoren möglich und spannend ist – und damit zukunftsfähig wird.