„Am Steinchen“ entsteht ein Mountainbike-Paradies

15. Juli 2025

MTB Laasphe baut dank LEADER-Förderung den ersten Flow-Trail Wittgensteins

Der Staub wirbelt hinter den Reifen, Schlamm spritzt und das Adrenalin pumpt durch den Körper – wagemutig und unerschrocken stürzen sich Mountain-Bike-Fahrer auf der ganzen Welt in Scharen steile Berg- und Matschhänge hinunter. Der Kick der Geschwindigkeit, die Symbiose aus Furchtlosigkeit und Geschick sowie der Einklang mit der Natur sind momentan Triebfedern für den größten Fahrrad-Boom seit Ende der 70er-Jahre.

Spätestens seit der Corona-Pandemie hat der „Drahtesel“ eine wahrhafte Renaissance genossen – das Rad ist wieder Freizeit- und Mobilitätsmittel der Wahl. Ein Trend, der auch vor Wittgenstein nicht Halt gemacht hat und den der MTB Laasphe e.V. in unserer Region nun auf die Spitze treiben will. Der Mountainbike-Verein aus der Lahnstadt realisiert derzeit nämlich einen ganz eigenen „NATURE Sport- und Funpark“ am Bad Laaspher „Steinchen“. Auf einer Fläche von 8.000 Quadratmetern entsteht mitten in der Natur derzeit ein Fahrsicherheits- Übungs- und Trainingsareal mit großer Jump-Line, einem Flow-Trail und weiteren Attraktionen für Jung und Junggebliebene. Durch Steinfelder, über Sprungschanzen, durch enge Kurven oder über Wurzeln – Geschicklichkeit und Tempo fordern bald alle Wagemutigen Radfahrer in Bad Laasphe heraus. Möglich gemacht hat dieses Groß-Projekt die LEADER-Förderung der Europäischen Union, über welche insgesamt rund 150.000 Euro (98.000 Euro gefördert) in die neue Sportanlage oberhalb des Kriegerdenkmals am Kurpark fließen.

„Das wird unserer Leuchtturm-Projekt“, schwärmt Uwe Franz, Vorsitzender des MTB Laasphe, während er den Erdarbeiten der massigen Bagger zuschaut, die derzeit die MTB-Anlage in die Landschaft bauen. „Wir haben unzählige Schaulustige, die sich die Arbeiten immer mal wieder ansehen. Die Mountainbike-Fans in Wittgenstein sind schon ganz heiß – und wir sind es auch. Ein riesiger Dank geht deshalb an das Regionalmanagement der LAG Region Wittgenstein, ohne deren Hilfe dieses Projekt überhaupt nicht stemmbar gewesen wäre.“ Beim Radsport-Verein hofft man darauf, dass die naturbelassene Sportstätte noch in diesem Jahr zahlreiche Adrenalin-Enthusiasten in ihren Bann zieht.

Ein Wunsch, den indes auch Dirk Terlinden, Bürgermeister der Stadt Bad Laasphe, hegt. „Dass wir bald eine solche Möglichkeit bieten können, ist hervorragend. Es zeigt, dass sich hier etwas bewegt und es zeigt auch, wie sinnvoll und wichtig LEADER für die ländlichen Räume ist. Dieses Areal wird unsere Region nachhaltig aufwerten“, erklärt der Bürgermeister, der gemeinsam mit Uwe Franz und dem LAG-Vorsitzenden Holger Saßmannshausen bei der Besichtigung der Arbeitsfläche große Augen machte – denn die schiere Größe der künftigen Sportanlage allein ist wahrlich beeindruckend. Und diese soll, geht es nach dem MTB Laasphe, zukünftig in den angrenzenden Wald vergrößert werden. Dadurch soll ein einzigartiges Mountainbike-Areal entstehen, welches Cross-Country-Fahren mit dem Flow-Trail kombinieren würde.

Übrigens: Der „NATURE Sport-und Funpark“ ist bei weitem nicht nur für fortgeschrittene und geübte Radfahrer gedacht, sondern bietet nach seiner Fertigstellung auch eine ausreichend große Übungsfläche für Einsteiger. Alles, um die Begeisterung für einen Sport zu wecken, der ohnehin derzeit auf der Überholspur ist. „Für genau solche Projekte ist das LEADER-Förderprogramm wie gemalt. Es wertet die Region auf, die Menschen freuen sich auf die Umsetzung und es hat das Potenzial, eine ganz spezielle Begegnungsstätte zu werden“, verdeutlicht Holger Saßmannshausen nochmals den Allgemeinnutzen des Sportparks.

Und so heißt es also bald: „Helme aufsetzen“ am Steinchen, wenn tollkühne Radfahrer über Bodenwellen jagen, der Staub wirbelt und das Adrenalin pumpt.

 

„Am Steinchen“ in Bad Laasphe entsteht dank der LEADER-Förderung ein Paradis für Mountainbiker. Holger Saßmannshausen (Vorsitzender LAG-Region Wittgenstein), Uwe Franz (Vorsitzender MTB Laasphe) und Dirk Terlinden (Bürgermeister Bad Laasphe) begutachten die Baufortschritte.