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Projektträger: „Wir in Schwarzenau“

Heimatverbundenheit prägt die Identität eines Menschen, beschreibt ein Gefühl von Zugehörigkeit und ist oftmals Ankerpunkt für Menschen der Region. Diesen positiven Gefühlen möchte der Verein „Wir in Schwarzenau“ – ein Zusammenschluss aller örtlichen Vereine – noch mehr Nährwert geben. Als zentralen Ort für das untere Edertal hat sich der Verein dabei den Homberg ausgesucht, der auf 590 Höhenmetern über der Region thront. Dort soll in Zukunft eine Aussichtsplattform aus Metall geschaffen werden, von der aus man über das gesamte Elsoff- und Edertal blicken kann.

Damit möchte man einen Treffpunkt für Wanderer, Gleitschirmflieger und ortsansässige Menschen schaffen, die den einmaligen Blick über die Wälder und Auenlandschaften zwischen Schwarzenau, Elsoff und Beddelhausen genießen wollen.

Bei der Umsetzung möchte der Verein „Wir in Schwarzenau“ so wenig wie möglich in die vorhandene Natur eingreifen und setzt bei der Umsetzung des Projekts auf Nachhaltigkeit und Naturschutz – heimische Baustoffe werden benutzt und auch die geplante Natursteinmauer könnte als Biotop für Amphibien genutzt werden. Die Sitzgelegenheiten sollen aus Kalamitätsholz gebaut werden.

Mit Blick auf das möglichst umweltverträgliche und ressourcenschonende Wirtschaften, die Erhöhung des Freizeitwerts für die Region, die Verbindung von Naturerholung mit Kulturhistorie sowie das Engagement einer starken Dorfgemeinschaft hofft der Dachverein auf eine breite Akzeptanz.

Als Gesamtprojektkosten (inklusive des Eigenanteils) sind 50.000 € veranschlagt.

Projektträger: Stadt Bad Berleburg

Städte im ländlichen Raum stehen vor großen Herausforderungen. Der Fachkräftemangel, das Kneipen- und Restaurantsterben, allgemeine Leerstände und wenig Freizeitangebote sind Themen, die Gemeinden im ruralen Gebiet häufig vor Probleme stellen.

Auch in Bad Berleburg kennt man diese Schwierigkeiten – und möchte diese nun mit Digitalisierung beheben. Dass dies nicht nur ein Wunschtraum ist, davon haben sich Interessierte der Stadt Bad Berleburg und der nahen Umgebung schon drei Mal selbst überzeugt. Bei ihrem Besuch in der „Digitalstadt Ahaus“ (Münsterland) wurde den Wittgensteinern schnell klar, dass ein hoher Grad der Digitalisierung ein effizienter Schritt ist, die oben genannten Probleme nachhaltig in den Griff zu bekommen.

Das öffentliche Leben in Ahaus funktioniert zum großen Teil über eine Handy-App, mit der eingekauft, bestellt oder bezahlt werden kann – auch kulturelle Angebote können so wahrgenommen werden.

Auch in Bad Berleburg soll durch die Digitalisierung von Bestell-, Reservierungs- und Bezahlvorgängen der Einzelhandel und die Gastronomie entlastet werden und – im Idealfall – neue Angebote entstehen. In anderen Bereichen, wie beispielsweise im Vereinsleben oder bei der Vermietung, könnten somit die Ehrenamtler entlastet werden und neue Freizeitangebote entstehen, für die das Personal derzeit fehlt.

Die Stadt Bad Berleburg möchte diesen Digitalisierungsplan in drei Phasen aufteilen:

Analysephase: Hier soll ein Anforderungskatalog ausgearbeitet und eine Software für die App ausgewählt werden.

Einführungs- und Erprobungsphase: Informationen sammeln von Stadtakteuren sowie die vollständige Einrichtung der Soft- und Hardware durch einen Content-Manager.

Evaluation und Verstetigungsphase: Bewertung des Istzustandes, Anpassungen und eine zukunftsfähige Struktur schaffen

Das Gesamtprojekt ist hierbei auf 2,5 Jahre ausgelegt. Dafür braucht es allerdings noch einen „Kümmerer“, der die Stadt bei diesem Unterfangen mit Expertise und Arbeitseifer unterstützt. Mit diesem Planer gemeinsam möchte Bad Berleburg eine Basis für eine lebendige Stadt mit Lebens- und Arbeitsqualität schaffen. Eine Ausweitung des Projektes auf die Nachbarkommunen ist natürlich denkbar und sehr wünschenswert.

Als Gesamtprojektkosten (inklusive Eigenanteil des Vereins) sind 125.000 Euro veranschlagt.

Projektträger: „Erndtebrücker Motorsport Club“

Motorsport und Umweltschutz? Das passt für viele Menschen nicht zusammen. Schließlich verschlingen leistungsstarke Sportmotoren haufenweise fossilen Brennstoff.  Doch der Erndtebrücker Motorsport Club möchte nun einen innovativen Schritt gehen und beide Schlagworte kombinieren. Deswegen plant der Verein, der mittlerweile 80 Mitglieder hat und besonders in der Jugendförderung viel Aufwand betreibt, die Anschaffung zweier elektrisch betriebener Karts.

Durch das Umrüsten auf Elektroantrieb plant der Erndtebrücker MC ein wegweisendes Vorbild-Modell in seinem Sportsegment und hofft gleichzeitig darauf, auch andere Motorsport-Vereine von „sauber“ betriebenen Karts überzeugen zu können. Außerdem sieht der EMC dadurch die Chance, eine breitere Akzeptanz für E-Autos zu schaffen, Kinder und Jugendliche schon früh für Elektrofahrzeuge zu begeistern, mögliche Vorurteile auszuräumen und Vorteile des alternativen Antriebs aufzuzeigen. Es soll eine nachhaltige Vereinsstruktur geschaffen werden, die dem Umweltschutz dient, ohne den Leistungssportgedanken zu gefährden.

Der EMC veranstaltet zudem mehrere Renn-Wochenenden, an dem auch andere Motorsportvereine teilnehmen. Diesen soll durch die Rennen mit Elektro-Karts ebenfalls aufgezeigt werden, dass Rennsport auch ohne Benzin-Motoren möglich und spannend ist – und damit zukunftsfähig wird.

Projektträger: Heimatverein Womelsdorf e.V.

Gemeinschaft und Zugehörigkeit sind Dinge, die besonders im ländlichen Raum eine zentrale Rolle im Dorfleben einnehmen.

Der Heimatverein Womelsdorf hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, seiner „Alten Schule“ neuen Glanz zu verleihen. Das Gebäude im Ortskern soll modernisiert und neugestaltet werden, damit in Zukunft eine Begegnungsstätte für Jung und Alt entsteht. Aus der Schule soll ein zentraler Anlaufpunkt entstehen, in dem auch private Feierlichkeiten abgehalten werden können. Dafür sollen auch die technischen Voraussetzungen mit Beleuchtungskonzept, Beamer und Beschallungsanlage geschaffen werden. Des Weiteren ist geplant, zukünftig verschiedenste Veranstaltungen in dem neuen Dorf-Anlaufplatz zu organisieren. Hierbei geht es beispielsweise um Kunst und Kultur, gemütliche Frühschoppen, Jugenddiscos, Altenfeiern zu Weihnachten, „Rudelgucken“ zu verschiedenen Sportevents oder Spielenachmittage für Jung und Alt. Auch für private Nutzungen (Hochzeiten, Geburtstage) soll die „Alte Schule“ geöffnet sein und damit ihren Teil dazu beitragen, dass die Dorfgemeinschaft und das Leben in Womelsdorf nachhaltig verbessert wird.

Projektträger: Schützenverein Bad Berleburg 1838 e.V.

Der Schützenplatz in Bad Berleburg ist seit vielen Jahren Anlaufpunkt für diverse Feierlichkeiten und Veranstaltungen. Doch die unzureichende Infrastruktur des Platzes sowie fehlende Barrierefreiheit sind nicht mehr zeitgemäß. Deshalb soll das marode Königszelt zurückgebaut werden und ein Neubau aus ökologischer Holzbauweise entstehen. Außerdem sind Sanitäts- und Wickelräume geplant.

Hinzu plant der Verein eine Brunnenbohrung zur autarken Wasserversorgung und einen separaten Zugang zu den Sanitäranlagen für die Kinder und Betreuer des Waldkindergartens sowie der Besucher des anliegenden Ruheforstes.

Durch die aufwändigen Modernisierungsmaßnahmen erhofft sich der Verein eine Aufwertung des gesamten Areals – besonders im Hinblick der Barrierefreiheit und unter Berücksichtigung von externen Besuchern, welche die neuen Räumlichkeiten nutzen können.

Als Gesamtprojektkosten (inklusive Eigenanteil des Vereins) sind 385.560 Euro veranschlagt.