Information über Vergabe LEADER E-Bike Vorstudie

Elektromobilität auf zwei Rädern befindet sich auf dem Vormarsch. Immer mehr Menschen steigen in ihrer Freizeit und im Alltag auf das E-Bike um, wobei die Entwicklung längst in der ländlichen Region Wittgenstein angekommen ist. Die Touristikbüros in Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück stellen dabei fest: Wandergäste kommen zunehmend auf den Geschmack und fragen nach Ausleihmöglichkeiten von E-Bikes. Daher hat der Verein LAG Region Wittgenstein e.V. zusammen mit den Tourismusgesellschaften in Schmallenberg und Winterberg die Initiative zur Entwicklung eines gemeinsamen regionalen Angebots für ein E-Bike-Verleihsystem ergriffen, das für die touristische Nutzung und für eine Alltagsnutzung ausgelegt sein soll.
Um die dafür notwendige Vorstudie durchzuführen, wurden der LAG nunmehr LEADER-Fördermittel bewilligt. Mit der Erarbeitung der Studie, die insgesamt rd. 35.700 Euro kostet, hat der Verein nun die Vergabe an ein entsprechend qualifiziertes Fachbüro, die Firma BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung, Aachen beschlossen, die sich in der Angebotsausschreibung durchgesetzt hat.
Auch der Kreis Siegen-Wittgenstein, der das Mobilitätsrahmenkonzept mit allen Kreiskommunen umsetzt, soll mit ins Boot geholt werden. Bis zum 2. Quartal 2020 sollen die Ergebnisse der Untersuchung vorliegen.

Bildmotiv Bewilligung
Den Startschuss mit LEADER für die Vorstudie zum regionalen E-Bike-Verleihsystem geben der LAG-Vorstandsvorsitzende Holger Saßmannshausen mit den LAG-Vorstandsmitgliedern Bernd Fuhrmann, Dr. Torsten Spillmann und Henning Gronau sowie Regionalmanagerin Carolin Lünser und Regionalmanager Jens Steinhoff

Deutscher Nachhaltigkeitspreis für Bad Berleburg mit wegweisenden Schlüsselprojekten

Auch im Team der LEADER-Region Wittgenstein ist natürlich die Freude groß über die jüngst erfolgte Auszeichnung von Bad Berleburg mit dem „Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2020“ als nachhaltigste Kleinstadt Deutschlands. Die Kommune konnte überzeugend punkten mit ihrer Nachhaltigkeitsstrategie, welche eine Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern ganz in den Mittelpunkt stellt. In den Themen würdigten die Juroren besonders die zentrale Bedeutung des Prozesses zum digitalen Wandel sowie von demografiesensiblen Schlüsselprojekten wie „Standort-Patennetz“ zur Fachkräftebindung oder „Zentrum Via Adrina“ zur Schaffung eines modellhaften Kommunikations- und Lernortes in Arfeld. Beide Projekte werden mit Beiträgen aus der LEADER-Förderung umgesetzt.
„Die Auszeichnung bestätigt nicht zuletzt das Motto unseres LEADER-Prozesses „Labor Wittgenstein – eine Region denkt weiter“ betont Holger Saßmannshausen als erster Vorsitzender des LEADER-Vereins. „Denn solche Projekte zeigen, wie das bottom-up-Prinzip von LEADER greift: global wichtige Nachhaltigkeitsziele werden lokal vor Ort umgesetzt.“
Für das LEADER-Regionalmanagement-Team mit Carolin Lünser, Jens Steinhoff und Ines Wünnemann steht deshalb auch fest, dass sich die Zusammenarbeit in dem intensiven Dialogprozess „Global nachhaltige Kommune“ in Bad Berleburg mehr als auszahlt, sei es in der Steuerungsgruppe, in Bürgerworkshops oder in weiteren Aktionen. „Das gemeinsame Engagement aus allen Bevölkerungsgruppen bringt den richtigen Auftrieb für nachhaltige Projekte“, unterstreicht Jens Steinhoff.
Das LEADER-Team unterstützt weiterhin mit vollem Einsatz eine Umsetzung von kreativen Projekten mit LEADER-Fördermitteln. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, neue Projektideen einzureichen und in der nächsten „Projektschmiede“-Veranstaltung der LEADER-Region am 05.11.2019 vorzustellen.

Mit der LEADER-Region Oberallgäu im Austausch

Von Sommerloch keine Spur – das Wittgensteiner LEADER-Regionalmanagement mit Carolin Lünser, Jens Steinhoff und Ines Wünnemann hat einen vollen Terminplan. „Wir freuen uns, dass sich so viele Projektträger/-innen auf den Weg machen, da unterstützen wir natürlich wo es geht“, berichtet Carolin Lünser. Dennoch kommt der Blick über die Region hinaus in andere LEADER-Regionen nicht zu kurz, so wie bei dem jüngsten Treffen des Regionalmanagement-Teams und des ersten Vorsitzenden Holger Saßmannshausen mit der LEADER-Region Oberallgäu im oberbayrischen Immenstadt. Deren Regionalmanagerin Frau Dr. Sabine Weizenegger nahm die Gäste aus Wittgenstein bei hochsommerlichem Wetter auf eine halbtägige Projektbesichtigungstour durch ihre Region mit. Dabei war auch der zweite Vorsitzende der LEADER-Region Oberallgäu, Siegfried Zengerle sowie als besonderer Gast Dr. Joseph Köpfer, ehemaliger leitender Mitarbeiter im Bayerischen Landwirtschaftsministerium. Bei der Besichtigung einer Biosennerei und anschließend eines naturtouristischen Erlebnispfades kam schnell ein intensiver Austausch in Gang, der sich in der anschließenden Diskussion bis in den Abend hinein zog. „Das war ein sehr produktives Treffen, denn die Erfahrungen der bayrischen Kollegen sind auch für unsere Wittgensteiner Projekte sehr wertvoll“, lobte Holger Saßmannshausen die Ergebnisse des Treffens. Natürlich wurde auch schon ein Gegenbesuch der LEADER-Region Oberallgäu in Wittgenstein ins Auge gefasst. „Die Region Oberallgäu hat schon über 15 Jahre Erfahrung mit der LEADER-Förderung, davon können wir profitieren“, so das Fazit von Jens Steinhoff. Einen weiteren Austausch vereinbarten beide Regionen auf der Projektebene für die Bereiche Regionalvermarktung, Jugendförderung und Leerstandsmanagement.

Foto: Einkehr in der Alpe Derb (LEADER-Projekt Allgäuer Alpgenuss)
V.r.n.l. Siegfried Zengerle, Dr. Joseph Köpfer, Ines Wünnemann, Carolin Lünser, Holger Saßmannshausen, Dr. Sabine Weizenegger, Jens Steinhoff

Die Mühle Treude in Feudingen wurde zur LEADER-Projektideen-Schmiede

Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Region Wittgenstein um ihren Vorsitzenden Holger Saßmannshausen ludt alle Bürgerinnen und Bürger ganz herzlich zur kombinierten Mitgliederversammlung und 10. LAG-Vorstandssitzung der LEADER-Region Wittgenstein mit öffentlicher „Projektideen-Schmiede“ ein. Diese fand am Donnerstag, den 04. Juli 2019 ab 18.00 Uhr in der Mühle Treude, Auf der Ley 7, 57334 Bad Laasphe-Feudingen statt. „Wir freuen uns sehr, dass wir in der LEADER-geförderten Mühle Treude tagen durften“, freuen sich Carolin Lünser, Ines Wünnemann und Jens Steinhoff aus dem LEADER-Regionalmanagement. Das Projekt befindet sich in den letzten Zügen der Umsetzung und Interessierte hatten die Möglichkeit an einer Führung teilzunehmen.

Außerdem konnten alle Gäste sieben spannende Kurzvorträge erleben und sich in einer Projektausstellung in der Mühle mit den Ideengebern auch direkt austauschen. Zum Auftakt stand zum zweiten Mal die Universität Siegen mit Herrn Alexander Wick auf dem Programm, um das Projekt „Digitale Dorfmitten“ und die Fortschritte in dem Modelldorf Puderbach vorzustellen. Mit selbstgebackenem Kartoffelbrot und Getränken wurde natürlich auch für das leibliche Wohl aller Gäste gesorgt.

Das Programm der öffentlichen LEADER-Projektschmiede am 4.07.2019 im Überblick:

• Vorstellung von Zwischenergebnissen des Projektes „Digitale Dorfmitten (DigiDoM)“: Universität Siegen, Dana Kurz
• „Theaterpädagogischer Workshop im Unterricht mit Aufführung eines Theaterstückes“: Kulturgemeinde Bad Berleburg e.V., Bettina Born
• „Entspanntes Radeln in der Natur – Schnelle Hilfe bei Pannen mitten im Nirgendwo“: TKS Tourismus, Kur und Stadtentwicklung Bad Laasphe GmbH, Signe
Friedreich
• „Digitales Kataster der Wanderweginfrastruktur mit Notfallplaketten“: TKS Tourismus, Kur und Stadtentwicklung Bad Laasphe GmbH, Signe Friedreich
• „Imagefilm Wittgenstein – Eine Region stellt sich vor!“: TKS Tourismus, Kur und Stadtentwicklung Bad Laasphe GmbH, Signe Friedreich
• „Kooperationsprojekt „Look & Feel Südwestfalen“: Südwestfalen-Agentur GmbH, Sandra Rannenberg
• „Grill- und Spielplatz am Wanderparkplatz „An der Indel“: Wander- und Heimatfreunde Banfetal e.V., Stefan Ermert

Im Anschluss an die Projektvorstellungen fand der nichtöffentliche Teil der LAG-Vorstandssitzung statt. An diesem Abend hat die LAG 10 Projekte beschlossen:

• „Reallabor und Lehrpfad „Wasserkraft“ am Mühlenstandort Womelsdorf/Erndtebrück“: Hydrostrom Wittgenstein GmbH, Johannes Wickel und Bernd Föllmer
• „Dorfrufanlage Niederlaasphe“: Verein für Kultur- und Heimatpflege e.V., Manfred Schäfer und Markus Seidel
• „Jahresbaumallee und Info – Tafeln an der Rothaarsteigspur Ilsetalpfad Feudingen, Nordic Walking in und um Feudingen“: SGV Oberes Lahntal, Claudia
Weber
• „Theaterpädagogischer Workshop im Unterricht mit Aufführung eines Theaterstückes“: Kulturgemeinde Bad Berleburg e.V., Andreas Wolf
• „Ederauenpark in der Mühlwiese“: Jörg Schorge
• Entspanntes Radeln in der Natur – Schnelle Hilfe bei Pannen mitten im Nirgendwo“: TKS Tourismus, Kur und Stadtentwicklung Bad Laasphe GmbH, Signe
Friedreich
• Umlaufbeschluss „Kooperationsprojekt „Look & Feel Südwestfalen“: Südwestfalen Agentur GmbH, Marie Ting
• Umlaufbeschluss „Digitales Kataster der Wanderweginfrastruktur mit Notfallplaketten“: TKS Tourismus, Kur und Stadtentwicklung Bad Laasphe GmbH, Signe
Friedreich
• Umlaufbeschluss „Imagefilm Wittgenstein – Eine Region stellt sich vor“: TKS Tourismus, Kur und Stadtentwicklung Bad Laasphe GmbH, Signe
Friedreich
• Beantragung von Mehrkosten „Entwicklung der Schuhleistenfabrik Hartmann im Edertal zum Mehrgenerationentreffpunkt“: Gemeinschaftsverein Arfeld e.V.,
Waldemar Kiel

LEADER bewegt Deutschland und Europa

321 ländliche Regionen in Deutschland und viele weitere in ganz Europa erhalten Fördermittel der Europäischen Union für innovative regionale Projekte und bewegen damit viel vor Ort.

LEADER steht für „Liaison Entre Actions de Dévelopement de l’Économie Rurale“ (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) und ist ein methodischer Ansatz im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) zur Förderung der ländlichen Räume.

Ziel von LEADER ist es, innovative Ideen zu entwickeln, damit ländliche Regionen sich zukunftsfähig entwickeln. Dazu haben sich in den Regionen Lokale Aktionsgruppen gegründet, die sich aus Sozial- und Wirtschaftspartnern, aber auch aus Partnern der Verwaltung zusammensetzen.

Gemeinsam entscheiden sie über die Verwendung eines LEADER-Budgets, für das sie sich zuvor beworben haben. Das bereit gestellte LEADER-Budget reicht dabei – je nach Bundesland und LEADER-Region – von 1,5 bis über 20 Millionen Euro! Mit diesem Geld können die Ideen der Akteure vor Ort umgesetzt werden.

Unsere LAG Region Wittgenstein e.V. erhält von der EU für den Zeitraum von 2014 – 2020 2,3 Mio. Euro und hat mit diesen Geldern schon zahlreiche Projekte in der Region in Angriff genommen. Weitere sind schon von der Lokalen Aktionsgruppe beschlossen oder in Planung.

Neben Projekten wie zum Beispiel „Standortpaten – Netzwerk Fachkräftesicherung Wittgenstein“, „Erlebnismühle Treude in Feudingen“ oder „Nahwärmenetz Birkelbach-Womelsdorf (NaBiWo) – Erstellung einer Machbarkeitsstudie“ sind viele weitere Projekte in der Umsetzung oder in Planung.

Gefördert wird aber auch die Beratung und Koordination durch unser Regionalmanagement-Team, wenn es darum geht, die Ideen der Einwohner aufzunehmen, zu entwickeln und bei der Umsetzung zu begleiten. So werden nicht nur einzelne Vorhaben losgelöst voneinander unterstützt, sondern Projekte miteinander vernetzt, auch über LEADER-Regionen hinweg.

Vielleicht haben Sie nicht immer eine Vorstellung, was Europa alles für uns tut, aber Europa ist Alltag. Es sind nicht nur die freien Grenzen und die gemeinsame Währung, es sind gemeinsame Wertevorstellungen, die hier erarbeitet werden. Jede Region hat die Möglichkeit sich durch selbstbestimmte Entwicklungsschwerpunkte und eigene Ideen zu profilieren und positiv zu entwickeln – für ein nachhaltiges und demokratisches freies gemeinsames Europa, das sich auch in Zukunft für Ihre / unsere Region und die Menschen, die darin leben, engagiert.

Vielleicht möchten auch Sie eine Idee verwirklichen? Informationen dazu finden Sie auf unserer Homepage. Besuchen Sie auch die Facebook-Seite der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS).

Der digitale Regionalmanager unterstützt nun auch virtuell die Arbeit des Regionalmanagements in Wittgenstein (s. Chatsymbol unten rechts)

Drei südwestfälische LEADER-Regionen entwickelten gemeinsam mit dem GovLab Arnsberg einen digitalen Regionalmanager. Dieser soll Interessierte bei den ersten Schritten durch den Förderdschungel unterstützen.
LEADER und der LEADER-Gedanke sind für viele in Südwestfalen noch Neuland und bedürfen einer kompetenten Beratung. Um Hemmschwellen bei der Kontaktaufnahme zu nehmen und auch außerhalb der Geschäftszeiten der Regionalmanagements den Zugang zu Informationen zu erleichtern, entstand die Idee eines digitalen Regionalmanagers. Dieser ist online eine erste Anlaufstelle und soll konkrete Fragen unmittelbar beantworten.
Die Idee zum sogenannten „Chatbot“ kam von dem neu gegründeten Innovationslabor „GovLab“ der Bezirksregierung Arnsberg, das versucht, mit Hilfe neuer Lösungswege Verwaltung einfacher, schneller und besser zu machen. Auf Einladung des GovLabs gestalteten die drei LEADER-Regionen zusammen mit zwei für LEADER zuständigen Sachbearbeitern der Bezirksregierung und dem Leiter des GovLabs in einem Workshop innerhalb von nur einem Tag das neue Angebot für die Internetauftritte. Gemeinsam wurde der digitale Regionalmanager mit Informationen gefüttert und so zum Leben erweckt. „Der digitale Regionalmanager ist das erste Projekt, bei dem wir im Verwaltungsumfeld wie ein Start-Up agiert haben. Mit den passenden Methoden haben wir mit wenig Aufwand ein nutzerorientiertes, einfaches Infosystem für Förderfragen entwickelt“, so Nils Hoffmann (Leiter des GovLabs).
Nun ist es so weit – der neue Kollege tritt seinen Dienst an und kann mit Fragen gelöchert werden. Wir freuen uns, wenn Sie das neue Angebot auf Herz und Nieren prüfen. Bitte geben Sie uns Bescheid, falls Fragen offengeblieben sind.

Änderungserlass LEADER-Richtlinie NRW

Liebe LEADER-Interessierte, auf die von dem Umweltministerium NRW im Dezember 2018 veröffentlichte Novelle der LEADER-Richtlinie möchten wir hinweisen. Sie finden den Änderungserlass und die Übersicht der Änderungen der LEADER-Richtlinie unter dem „Reiter“ LEADER.
Zu der Novelle sei vorweg formuliert: Die Änderungen sind für LEADER-Projektträger und Akteure nicht mit grundsätzlichen Einschnitten verbunden. Vielmehr beziehen sich die Änderungen im Wesentlichen auf Formalsachverhalte sowie auf Anpassungen von Förderrahmenregelungen und Abläufe.

Folgende Regelungen des Änderungserlasses seien hervorgehoben:

1) „Innovative“ Projekte sind nicht mehr alleinig zuwendungsfähig. Im bisherigen Erlass wurden als Gegenstand der LEADER-Förderung „innovative Projekte und Aktionen“ genannt (Nr. 2.2). Nunmehr gilt unter Nr. 2.2: Förderfähig sind „Maßnahmen zur Strukturentwicklung ländlicher Räume und innovative Projekte und Aktionen“. Der neue Zusatz (Maßnahmen zur Strukturentwicklung ländlicher Räume) öffnet damit erstmals den LEADER-Ansatz für Maßnahmen, die bisher ausschließlich zur Förderung über ILE (integrierte ländliche Entwicklung) Zugang hatten. Im Rahmen der LEADER-Dienstbesprechung vom 27.03.2019 hat die Bezirksregierung Arnsberg weiter über förderfähige Maßnahmen zur Strukturentwicklung ländlicher Räume gem. Nr. 2.2 der LEADER-RL informiert. Diese umfassen:

• Pläne für die Entwicklung ländlicher Gemeinden
• Dorfentwicklung inkl. ländlicher Bausubstanz und Umnutzung
• dem ländlichen Charakter angepasste Infrastrukturmaßnahmen (z.B. für Freizeit, Kultur, Tourismus sowie soziale Zwecke etc.)
• Kleinstunternehmen der Grundversorgung
• Errichtung, Erweiterung und Ausbau von Sportanlagen, Sporträumen und Sportgelegenheiten zur Nutzung für Spiel, Sport und Bewegung (soweit öffentlich zugänglich und/oder multifunktionell)

Der Innovationsanspruch an LEADER-Projekte bleibt somit erhalten, es reicht aber künftig zur Anerkennung der LEADER-Förderfähigkeit ebenfalls aus, wenn Projekte zur positiven strukturellen Entwicklung in den Regionen beitragen.

2) Konkretisierung der Landeshaushaltordnung in Bezug auf Einnahmen in LEADER-Projekten: Bisher galt: Wenn immer Einnahmen entstehen, sind diese anzugeben und werden von der Fördersumme abgezogen. Dieser Tatbestand wird in der geänderten Richtlinie nun konkretisiert unter Nr. 5.4.9: „Bei Maßnahmen, die während des Durchführungszeitraums Nettoeinnahmen erwirtschaften und deren förderfähige Gesamtausgaben 50.000 Euro überschreiten, werden die förderfähigen Ausgaben bei der Bewilligung, spätestens aber in dem vom Zuwendungsempfänger eingereichten Abschlussauszahlungsantrag, um die innerhalb des Durchführungszeitraums direkt erwirtschafteten Nettoeinnahmen verringert. Die vorgenannte Kürzung erfolgt nicht bei Vorhaben, für welche die Förderung eine De-Minimis-Beihilfe darstellt.“ Bedeutet: Einnahmen in Projekten sind bei Projektkosten unter 50.000 € irrelevant, genauso bei De-Minimis. Dies stellt für kleinere Projekte eine deutliche Vereinfachung dar. Auch Einnahmen nach Projektende sind damit kein Problem mehr.

3) Anpassung Bagatellgrenzen der LEADER-Förderung für nicht-öffentliche Zuwendungsempfänger: Bei öffentlichen Antragstellern (also z.B. Kommunen) lag die Bagatell-Fördergrenze bisher bei 12.500 Euro Förderung. Private mussten wenigstens 2.000 Euro Fördermittel beantragen. Die neu in die Richtlinie aufgenommene Nr.6.8 regelt nunmehr: Für Maßnahmen in gemeindlicher Trägerschaft beträgt die Bagatellgrenze weiterhin 12.500 Euro, für alle übrigen Maßnahmen liegt sie ab sofort nur noch bei 1.000 Euro. Für nicht-öffentliche Antragsteller ist dies durchaus ein Vorteil, da so z.B. auch Vereine kleine Maßnahmen über LEADER angehen können.

Für Fragen und Auskünfte stehen wir selbstverständlich gerne zur Verfügung!

Abenteuerdorf Wittgenstein wird zum LEADER-Zukunftslabor

Die LEADER-Region Wittgenstein um ihren Vorsitzenden Holger Saßmannshausen lädt alle Bürgerinnen und Bürger herzlich zur ersten Projektideen-Schmiede-Veranstaltung im Jahr 2019 am 26.03.2019, 18:00 Uhr in das Abenteuerdorf, Am Wernsbach, Bad Berleburg-Wemlighausen ein.
Und die hat es in sich, denn buchstäblich die gesamte Region Wittgenstein steht auf dem Präsentationsprogramm. Mit über 12 Projektvorstellungen zu den Schwerpunkten Ortskerngestaltung, Klimaschutz mit Kinder- und Jugendkampagnen, Digitalisierung, nachhaltige Energiegewinnung und Regionalvermarktung wird die Projektschmiede wieder zur Ideenbörse für Jung und Alt. Alle Gäste können dabei spannende Kurzvorträge erleben und sich in einer Projektausstellung mit den Ideengebern auch direkt austauschen. Zum Auftakt steht die Universität Siegen mit Frau Prof. Schröteler-von-Brandt auf dem Programm, um das Projekt „Digitale Dorfmitten“ und die Fortschritte in den Modelldörfern von Bad Berleburg, Raumland und Arfeld vorzustellen. Mit Snacks und Getränken wird natürlich auch für das leibliche Wohl aller Gäste gesorgt. „Wir freuen uns sehr über das wiederum große Interesse aus der Bevölkerung, neue Projekte für Wittgenstein vorzustellen und voranzubringen“ freut sich Carolin Lünser mit Ines Wünnemann und Jens Steinhoff aus dem LEADER-Regionalmanagement, die zusammen die Veranstaltung vorbereitet haben.
Das Programm der öffentlichen LEADER-Projektschmiede am 26.03.2019 im Überblick:

  • Projekt „Digitale Dorf.Mitte“: Universität Siegen, Prof. Hildegard Schröteler-von-Brandt und Dana Kurz, mit den Ortsvorstehern Kai-Uwe Jochims und Heinrich Limper aus Arfeld und Raumland
  • „Jahresbaumallee am der Rothaarsteigspur Ilsetalpfad Feudingen“: Claudia Weber, SGV Oberes Lahntal, Feudingen
  • „Umgestaltung „Alter Friedhof Ederfeld“ zu einem Bürgerpark“: Pfr. Stefan Berk, Kirchengemeinde Erndtebrück
  • „Erinnerungs- und Begegnungsstätte in der ehemaligen Synagoge Bad Laasphe“: Rainer Becker, Achim Cierpka, Claudia Hengst, Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V.
  • „Wegweiser ins digitale Schaufenster für Wittgensteiner Betriebe und Konsumenten“: Markt und Tourismus e.V., Karsten Wolter, Markt und Tourismus Bad Berleburg e.V.; Marco Butz, IHK Siegen; Jens Steinhoff, LEADER-Regionalmanagement
  • „Lernort für Wasserenergie – Mühle Womelsdorf“: Prof. Jürgen Jensen, Universität Siegen, Forschungsinstitut Wasser und Umwelt
  • „Dorfrufanlage Niederlaasphe“: Manfred Schäfer und Markus Seidel, Dorfgemeinschaft Niederlaasphe
  • „Klimaneutrales Bauen und Leben: Energieeffizienzlabor in Weidenhausen“: Bernd Fuhrmann, Ines Wünnemann, Stadt Bad Berleburg
  • „Kinderakademie – Klima-Botschafter für die Region Wittgenstein“: Bernd Harnisch, Bürger aus Erndtebrück
  • „Digitale Zukunftswerkstatt“: Andreas Kurth, EJOT Holding GmbH & Co. KG
  • „Ederauenpark Erndtebrück“: Dietrich Achinger, Garten- und Landschaftsbau GmbH
  • Naturpark Sauerland Rothaargebirge e.V., Geschäftsführer Detlef Lins: „Kooperationsprojekt zur Regionalvermarktung: Köstlichkeiten aus dem Naturpark Sauerland Rothaargebirge“
  • Gemeinde Erndtebrück, vertreten durch Bürgermeister Henning Gronau: „Alter Bahnhof, neues Umfeld – Einstiegsportal Erlebnisorte Eder-Radweg“

LEADER-Region Wittgenstein netzwerkt auf der Internationalen Grünen Woche

Auch in diesem Jahr öffnete die Internationale Grüne Woche (IGW) in Berlin wieder ihre Tore für 400.00 Besucher, auch mit zahlreichen Fachforen. Auf dem bundesweiten zweitägigen “Zukunftsforum Ländliche Entwicklung” mit Experten aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und privaten Institutionen war die Wittgensteiner LEADER-Region mit Carolin Lünser und Jens Steinhoff vertreten. Beide erlebten einen intensiven Austausch mit anderen Fachleuten zur Entwicklung der ländlichen Kommunen und Regionen, zur Landwirtschaft, zum Klimaschutz und vielen weiteren Themen. Dabei spielte in den Fachforen die Digitalisierung als Mittel zum Zweck eine große Rolle. Natürlich waren die Fachforen ebenso ein idealer Ort für den Dialog mit allen anwesenden Partnern aus Südwestfalen über regionale Projekte. So stand auch das laufende Projekt der Universität Siegen zur Entwicklung digitaler Dorfmitten “DiGiDoM” auf dem Vortragsprogramm. Das aus Bundesmitteln geförderte Projekt wird von der Universität mit der LEADER-Region Wittgenstein und weiteren regionalen Kooperationspartnern in Südwestfalen umgesetzt.

Bildtext: Im Dialog auf der IGW (v.l.): Frau Prof. Schröteler-von –Brandt, Universität Siegen; Jens Steinhoff, LEADER-Regionalmanagement Wittgenstein; Dr. Stefanie Arens, Südwestfalen-Agentur; Dana Kurz, Universität Siegen

LEADER-Managerin zurück aus der Elternzeit

Liebe LEADER-Interessierte,

ich melde mich aus der Elternzeit zurück. Es war ein spannendes und sehr schönes Jahr mit vielen neuen Herausforderungen.

Nun freue ich mich, wieder in den LEADER-Prozess einzusteigen. Ganz herzlich möchte ich mich bei Ines Wünnemann bedanken, sie hat mich hervorragend vertreten.

Unsere Region hat sich im Vergleich mit den anderen LEADER-Regionen aus Südwestfalen gut entwickelt. Wir haben viel Energie für den Informationsprozess aufgewendet und bereits zukunftsträchtige Projekte für unsere Region auf den Weg gebracht. Das motiviert uns, auch weiter mit unvermindertem Einsatz die Umsetzung von guten Projekten zu unterstützen. Dafür steht auch noch einiges an Geld im Fördertopf zur Verfügung.

Ihnen und Ihren Familien wünsche ich ein gesundes und frohes Neues Jahr 2019.

Mit besten Grüßen

Carolin Lünser