Übergabe des LEADER-Förderbescheids "Digitales Schaufenster"

Bonuspunkt-Verein: „Wegweiser ins digitale Schaufenster“

LEADER und IHK unterstützen Projekt zur Stärkung und Weiterentwicklung regionaler Betriebe

Wittgenstein, 2. Juli 2020. Einzelhandel und Gastronomie gehen neue Wege. Allen voran der Verein Bonuspunkt Wittgenstein. „Wegweiser ins digitale Schaufenster“ heißt das Projekt. Dabei geht es um innovative Formate für die Präsentation und Vermarktung, die Verknüpfung der Vertriebskanäle sowie die Stärkung von wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Kooperationen für das Standortmarketing in Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück – über allem steht das Ziel, die regionalen Betriebe zu stärken und weiterzuentwickeln.

Herausforderung und Chance
Startschuss für das Vorhaben gab Holger Saßmannshausen in seiner Funktion als Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) der LEADER-Region Wittgenstein; er überreichte jetzt den Förderbescheid der Bezirksregierung Arnsberg an Jens Schmidt, Vorsitzender des Bonuspunkt-Vereins. „Die wirtschaftliche Situation für den stationären Einzelhandel und für die Gastronomie ist von großen Existenzängsten geprägt“, sagte Holger Saßmannshausen. „Die Coronakrise hat die Lage weiter verschärft. Denn da hatten auch die Bürger Sorge, sich nicht mehr ausreichend versorgen zu können. Ein digitales Schaufenster kann beiden Anliegen Rechnung tragen.“

Lebendiges Zentrum
Das jetzt startende Teilprojekt hat ein Volumen von rund 60.000 Euro. 65 Prozent werden durch LEADER gefördert, die restlichen Projektkosten finanziert die Industrie- und Handelskammer (IHK) Siegen in Form von Drittmitteln. „Wir möchten die Händler dazu ermutigen, neue Techniken im Rahmen des Forschungsprojekts aktiv auszuprobieren. Durch die gesammelten Erfahrungen können sie dann selbst entscheiden, was die eigene Wettbewerbsfähigkeit stärkt. Attraktive Einkaufsstandorte zeichnen sich schließlich durch einen lebendigen Einzelhandel und eine ansprechende Gastronomie aus“, erklärt Marco Butz das finanzielle Engagement der IHK Siegen. „Aus diesem Projekt werden wir zudem Handlungsempfehlungen für Händler in anderen Kommunen ableiten, deren Kommunen ähnlich ländlich strukturiert sind.“

Drei Fördermodule
Das Fördermodul 1 umfasst zunächst die Analysephase unter wissenschaftlicher Begleitung. Die Analyse (Dauer: 6 Monate) ist nur ein erster Schritt, mit der Konzeption (12 Monate) und der Umsetzung (15 Monate) sollen aufeinander aufbauend zwei weitere folgen. Die LEADER-Anträge für die Fördermodule 2 und 3 sollen zu späteren Zeitpunkten gestellt werden. Durch dieses Vorgehen können die Fördermaßnahmen bedarfs- und zielgerecht auf die Projektphasen zugeschnitten werden.

Auftakt: Sechsmonatige Analysephase
Um in die richtige Richtung zu laufen, soll zunächst mit dem ersten Modul eine ausreichend differenzierte, regional bezogene Informationsgrundlage geschaffen werden. Notwendige Grunddaten liefert die Analyse in einem auf sechs Monate konzentrierten Prozess mit dem Schwerpunkt empirischer Erhebungen bei Händlern und Kunden in der Projektregion Wittgenstein. Angesichts der Einschränkungen durch die Pandemie-Zeit werden die Befragungen online erfolgen.

Menschen miteinander vernetzen
Auch die Wittgensteiner Bürgermeister stehen hinter dem Projekt: „Wir werden die Projektträger unterstützen, wo wir können“, betonten Bernd Fuhrmann (Bad Berleburg), Dr. Torsten Spillmann (Bad Laasphe) und Henning Gronau (Erndtebrück). „Es wird ein langer Weg, aber er wird sich lohnen, wenn wir ihn alle gemeinsam gehen“, zeigte sich Jens Schmidt überzeugt. „Die Sichtbarkeit, der Austausch und die Anbindung über digitale Elemente tragen umfassend dazu bei, die Menschen miteinander zu vernetzen und ihnen so die Versorgung mit Gütern jeglicher Art zu ermöglichen.“ Gerade die Coronakrise habe die Anforderungen der Verbraucher und Potenziale der Händler noch einmal verdeutlicht, so dass Digitalisierung und Technologisierung des Einzelhandels allen Kunden zugutekommen können. In jeder Phase hat das Projekt „Wegweiser ins digitale Schaufenster“ ein großes Ziel: eine auf die ländliche Region Wittgenstein zugeschnittene Strategie digitaler Angebotsvermarktung.

Spannende Spurensuche auf dem Kulturweg Eisen

Spannende Spurensuche auf dem Kulturweg Eisen

LEADER-Region und NRW-Stiftung fördern Projekt des Wittgensteiner Heimatvereins

Wittgenstein, 25. Juni 2020. Bei dem Kulturweg Eisen geht es ums Ganze: Mit interessanten Informationen, unterhaltsamen Geschichten und emotionalen Momenten sollen die Wanderer der heimischen Historie auf besondere Art und Weise auf die Spur kommen – Natur und Kultur werden zum Erlebnis. Der Wittgensteiner Heimatverein möchte den bestehenden archäologisch-historischen Lehrpfad in das Konzept Kulturweg Eisen überführen und das Teilstück Aue – Birkefehl nach Schweizer Vorbild weiterentwickeln. Ermöglicht wird das Projekt zum einen durch die LEADER-Förderung und zum anderen durch die NRW-Stiftung, die die Mittel für den Eigenanteil zur Verfügung stellt.

„Dieses Projekt ist einfach klasse, weil es der breiten Masse dient: Sowohl Einheimische als auch Touristen profitieren von dem Weg“, betonte Holger Saßmannshausen, Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe der LEADER-Region Wittgenstein, bei der Übergabe des Förderbescheids in Höhe von rund 31.000 Euro. Insgesamt liegen die Projektkosten für Konzeption, Gestaltung und Umsetzung bei etwa 47.000 Euro.

Von Altenberg-Müsen bis Wilzenberg-Schmallenberg soll der komplette Kulturweg Eisen als neue Form eines kulturhistorischen Erlebniswegs führen. Der bestehende archäologische Lehrpfad, der zwischen Aue und Birkefehl verläuft, wird dabei Teil des Kulturwegs Eisen: Indem der Wittgensteiner Heimatverein den neun Kilometer langen Rundweg zukunftsfähig weiterentwickelt.

Auf originalgetreuen Trassen wird unter Einbeziehung von Kulturgütern am Wegrand und unter Nutzung unterschiedlicher Medien wie Infotafeln, Website, QR-Codes und Filmen die Vergangenheit der Region erschlossen. Auch ein Hörspiel ist geplant, um den Transport von Kohle und Eisen mit Ochsenkarren nachzustellen. Mit (Hi)Storytelling – nach dem Prinzip: Geschichten vor Geschichte – soll die Vergangenheit nicht nur informativ, sondern auch spannend und emotional aufgearbeitet, vermittelt und schließlich erlebbar werden. Corten-Stahl wird für die Ständer der Infotafeln verwendet, so wird das Eisen haptisch.

Konzipiert wird der Weg nach Vorbild der Schweizer Kulturwege. Dafür sind verschiedene Faktoren ausschlaggebend: Nutzung und Erhaltung historischer Verkehrswege, nachhaltige Entwicklung der Kulturlandschaft und der touristischen Wertschöpfung sowie die Sensibilisierung von Schülerinnen und Schüler für den Schutz der Kulturlandschaft.

„Mit dem Kulturweg Eisen wollen wir ein Gebilde schaffen, das von der ersten Gewinnung des Metalls bis ins Heute zeigt, wie Eisen unsere Wittgensteiner Welt verändert hat“, erklärt Otto Marburger als Vorsitzender des Wittgensteiner Heimatvereins. Auf der Strecke von Aue bis nach Birkefehl quert der Eisenweg zahlreiche bedeutende archäologische Fundstellen, die vor allem der Heimatforscher Hans-Günter Radenbach seit den 1970er Jahren entdeckte und erforschte, zum Beispiel die Nekropole auf der Steinkaute in Birkefehl. „Radenbach hat spektakuläre Funde gemacht“, meint Otto Marburger. „Die dürfen einfach nicht in Vergessenheit geraten.“

Bei der Erstellung der inhaltlichen Konzeption arbeitet der Wittgensteiner Heimatverein eng mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe LWL-Archäologie Westfalen zusammen. Expertise im Thema Wandern ist durch die Zusammenarbeit mit dem Bad Berleburg Markt und Tourismus e.V. und dem Rothaarsteigverein gewährleistet. Um die Pflege des Weges werden sich der Heimat- und Touristikverein Aue-Wingeshausen und die Heimatfreunde Birkefehl kümmern. Des Weiteren gibt es eine Kooperation mit der Ludwig-zu-Sayn-Wittgenstein-Schule: Die Schüler beschäftigen sich mit der Eisenerzgewinnung an einem Stollen.

Der Erndtebrücker Bürgermeister Henning Gronau ist begeistert von dem Projekt: „Durch diesen Weg bekommen die herausragenden Ausgrabungen einen besonderen Stellenwert.“ Zudem repräsentiert der Pfad auch den interkommunalen Zusammenhalt: „Das Projekt ist ein guter Brückenschlag zwischen den Kommunen und zeigt, welche Bedeutung unsere Wurzeln haben“, meint der Bad Berleburger Bürgermeister Bernd Fuhrmann. Beide sind sich einig: „Wir danken dem Wittgensteiner Heimatverein für das Vorantreiben des Projektes.“

Schnelle Hilfe bei Pannen im Nirgendwo

Schnelle Hilfe bei Pannen im Nirgendwo

LEADER fördert TKS-Projekt: Drei Fahrrad-Reparaturstationen am Lahnradweg

Bad Laasphe, 12. Juni 2020. Weit oben auf der Liste sportlicher Aktivitäten in Wittgenstein steht das Radfahren. Die Tourismus, Kur und Stadtentwicklung Bad Laasphe GmbH (TKS) möchte den Lahnradweg auf ihrem Gebiet aufwerten: Drei Pannenstationen sollen Radfahrern mehr Sicherheit bieten. Ein förderwürdiges Projekt für die Region im Rahmen von LEADER. Vor wenigen Tagen kam der Bewilligungsbescheid für „Entspanntes Radeln in der Natur – Schnelle Hilfe bei Pannen mitten im Nirgendwo“.

„Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) war sofort begeistert von der Idee“, sagt der LAG-Vorsitzende Holger Saßmannshausen. „Wir freuen uns sehr, dass das Projekt nun umgesetzt werden kann.“ Die LEADER-Förderung deckt 65 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von rund 13.900 Euro, die restlichen knapp 5.000 Euro stemmt die TKS mit Eigenmitteln.

Pannenhilfe kostenlos und rund um die Uhr
Die naturnahen und abgelegenen Wege in der weitläufigen Landschaft machen den Radtourismus in Bad Laasphe bei Touristen und Einheimischen sehr beliebt. Allerdings ist mitten in der Natur nicht immer Handyempfang: Das kann im Falle einer Panne zum Problem werden. Durch teils steile Passagen und unbefestigte Waldwege verliert der Reifen schnell mal ein wenig Luft oder eine Schraube löst sich. „Wer dann kein passendes Werkzeug dabeihat, müsste schieben“, weiß TKS-Geschäftsführerin Signe Friedreich.

Sie erklärt die Intention des Projektes: „Wir sind eine Destination an einem der bekanntesten Radwege in Deutschland. Da dürfen solche Servicestationen einfach nicht fehlen.“ Mit den Pannenhelfern können Radfahrer ihr Fahrrad kostenlos und jederzeit auf Vordermann bringen. Signe Friedreich: „Wir wollen damit ein Gefühl der Sicherheit mitten in der Natur vermitteln und die Radwege qualitativ aufwerten.“

Umfassende Ausstattung
Die Fahrrad-Reparaturstationen sollen auf einem Betonfundament fest im Boden verankert werden. Ausgestattet mit allen wichtigen Werkzeugen, die an einziehbaren Stahlseilen aus geflochtenem Edelstahl befestigt sind: Sechskantschlüssel-Set, Reifenheber, Schraubenschlüssel, Schraubenzieher und Konusschlüssel. „Die Stationen werden so konzipiert, dass die Wartung des Rades problemlos möglich ist“, so die TKS-Chefin.

Abgelegene Standorte
An drei Standorten entlang des Lahnradwegs sollen die Vorrichtungen platziert werden: In der Nähe von Volkholz im Ortsteil Welschengeheu, zwischen Bermershausen und Saßmannshausen und am Ortsausgang Bad Laasphe/Niederlaasphe. „Wir stellen die Pannenhelfer bewusst an Orten auf, an denen die Menschen auf sich selbst angewiesen sind“, sagt Signe Friedreich.

Die Stationen bieten darüber hinaus Platz für Werbemittel und Informationen: Dort können Details zum Wegeverlauf, die nächste Radwerkstatt sowie interessante Orte am Wegesrand aufgezeigt werden. Die Geschäftsführerin erklärt: „Mit den Radwerkstätten unserer Lahnstadt sind wir bereits im Gespräch.“

LEADER-Region: 180.000 Euro für Kleinprojekte-Förderung

LEADER-Region: 180.000 Euro für Kleinprojekte-Förderung

Virtuelle Mitgliederversammlung des Vereins LAG Region Wittgenstein

Wittgenstein, 5. Juni 2020. Die Erfahrungen und Notwendigkeiten der vergangenen Monate haben es gezeigt: Eine Mitgliederversammlung ohne wirkliche Zusammenkunft ist im Internetzeitalter technisch durchaus möglich. Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ging auch der Verein Lokale Aktionsgruppe (LAG) Region Wittgenstein, der Projekte für das EU-Förderprogramm LEADER entwickelt und betreut, jetzt online, um den Termin wie geplant stattfinden zu lassen. „Eine Mitgliederversammlung im virtuellen Raum ist zwar ungewohnt, aber gut machbar“, so das Resümee des Vorsitzenden Holger Saßmannshausen.

Aktueller Projektstatus
Im Mittelpunkt stand der Jahresbericht. Jens Steinhoff vom Regionalmanagement zog Bilanz: In der laufenden Förderperiode 2014 bis 2020 wurden 45 Projekte durch die LAG beschlossen; 23 sind bereits in Umsetzung bzw. abgeschlossen, 15 weitere sind in Antragsbearbeitung. Mit Blick auf die Zeitschiene bedeutet das: Bis spätestens Ende 2021 müssen die Projekte bewilligt sein und bis Sommer 2023 umgesetzt werden. „Fördermittel, die bis dahin nicht in bewilligten Anträgen gebunden sind, stehen der Region nicht mehr zur Verfügung“, erklärte der Regionalmanager. Umso erfreulicher liest sich der aktuelle Projektstatus, der nur ein Prozent ungebundene Mittel aufweist. „Das wäre also fast eine Punktlandung“, führte Jens Steinhoff aus.

Neues Budget für Kleinprojekte
Ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung war eine Satzungsänderung, die künftig auch die Förderung von Kleinprojekten in der LAG Region Wittgenstein einschließt. Durch dieses Förderinstrument stehen der Region in diesem Jahr Gesamtmittel in Höhe von 180.000 Euro zusätzlich zur Verfügung. Der öffentliche Aufruf für die Bewerbung erfolgte Ende April, Stichtag war der 2. Juni. Denn die Auswahl und Konzeption der zu fördernden Kleinprojekte sollte schnellstmöglich erfolgen, da die Maßnahmen bis spätestens Ende November 2020 umgesetzt und abgerechnet sein müssen.

Projektauswahl bis Ende Juni
Attraktiv ist dieses Programm vor allem durch die Zuschüsse in Höhe von 80 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Das haben viele Vereine und Institutionen in Wittgenstein erkannt. Dem entsprechend lang ist die Liste der Bewerbungen: 31 Projektideen mit einem Gesamtvolumen von 435.000 Euro liegen vor. „Das ist wirklich überwältigend“, meinte Holger Saßmannshausen. Allerdings folgt nun erstmal die Qual der Wahl: Im nächsten Schritt muss anhand von qualitativen Bewertungskriterien, die auch im LEADER-Prozess angewandt werden, eine Projektauswahl getroffen werden, bevor Ende Juni der Antrag bei der Bezirksregierung gestellt werden kann.

Personelle Wechsel
Zudem gab es einige Personalien: Neu im Vorstand sind Gabriele Rahrbach-Reinhold als stellvertretendes Mitglied für das Evangelische Johanneswerk/Klinik Wittgenstein sowie Marvin Feldmann und Günter Padt als Vertreter bzw. Stellvertreter für den Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd.

Personelle Wechsel betrafen auch das Regionalmanagement: Im Mai nahm Ines Wünnemann eine neue berufliche Herausforderung in der Region an. Carolin Lünser befindet sich aktuell in Elternzeit. Ihre Vertretung übernimmt als Dienstleiter die Agentur embe consult, vertreten durch Stefanie August und Andreas Bernshausen. Kontakt zum Regionalmanagement: Telefon 02751 922-1234, E-Mail: info@leader-wittgenstein.de.

Eine besondere Perspektive: Imagefilm über Wittgenstein

Eine besondere Perspektive: Imagefilm über Wittgenstein

LEADER-Förderung für interkommunales Gemeinschaftsprojekt im Tourismus

Bad Berleburg, 2. Juni 2020. Die abwechslungsreichen Wander- und Fahrradwege, die vielfältige Kultur und interessante Historie machen Wittgenstein zu einem beliebten Ausflugs- und Urlaubsziel. Die Vorzüge der Region möchten die Wittgensteiner Touristiker in einem Imagefilm darstellen. Die Tourismus, Kur und Stadtentwicklung GmbH (TKS) Bad Laasphe als Ideengeber und verantwortlicher Projektträger sowie die BLB-Tourismus GmbH und die Gemeinde Erndtebrück stellten einen Antrag auf LEADER-Förderung, der jetzt von der Bezirksregierung bewilligt wurde.

Modernes Vorgehen
Bei der Umsetzung des Imagefilms setzen die Kommunen auf neueste Technik: Per Drohnenflug werden Aufnahmen aus der Vogelperspektive gemacht. „Wie ein Vogel fliegt die Kamera über die Region und `landet` an besonderen Stellen. Mit Hilfe eines 360-Grad-Panoramabildes kann man sich dann an diesen Orten umsehen“, erklärt die Geschäftsführerin der TKS Bad Laasphe, Signe Friedreich.

Interaktive Technik
Der Imagefilm wird zusätzlich auch mit einer interaktiven Funktion angeboten, sodass der Zuschauer das Drehbuch selbst gestalten kann. Signe Friedreich sagt: „Jeder kann individuell entscheiden, welche Orte er sich genauer anschauen will und welche Räume oder Ecken dort erkundet werden sollen – fast wie in einem Videospiel.“ Verschiedene Buttons in den Panoramabildern liefern zusätzliche Informationen über die Region.

Eine neue Perspektive
„Mit dem Film lernt man Wittgenstein aus einer ganz neuen Perspektive kennen“, so die TKS-Geschäftsführerin. Gäste können sich auf ihren Urlaub einstimmen und bereits einen ersten virtuellen Eindruck bekommen, was sie im Herzen Südwestfalens erwartet. „Wir erhoffen uns durch den gemeinsamen Film eine noch bessere Wahrnehmung der Region von außen und damit natürlich auch eine weitere Imageaufwertung“, erklärt Andreas Bernshausen, Geschäftsführer des BLB-Tourismus.

Film in drei Teilen
Geplant ist, den Imagefilm auf Messen und online als Werbemittel einzusetzen. „Der Film soll sich zusätzlich – entsprechend der beteiligten Kommunen – in drei Teile teilen lassen“, weiß die Bad Laaspher Tourismus-Chefin. „So können wir das Bild- und Videomaterial auch für unsere Internetseiten und Social-Media-Kanäle verwenden.“

Initiative kam vom TKS
Die TKS Bad Laasphe hat die Imagefilm-Idee bei einem der regelmäßigen interkommunalen Arbeitstreffen vorgestellt, die beiden Nachbarkommunen waren sofort begeistert. „Mit einem Imagefilm dieser besonderen Art heben wir uns von anderen Kommunen ab. Wir hoffen, dass die Zahl der Touristen damit weiter steigt“, meint Sophie Manche, zuständig für den Tourismus in Erndtebrück.

Ohne Förderung nicht möglich
Ohne die Förderung durch LEADER wäre das interkommunale Gemeinschaftsprojekt nicht umgesetzt worden. „Diese Art von Imagefilm wäre mit unserem touristischen Marketingbudget nicht möglich gewesen“, erklärt Signe Friedreich. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 27.500 Euro, die LEADER-Zuwendung beträgt rund 18.000 Euro. Holger Saßmannshausen, Vorstandvorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe LEADER Region Wittgenstein, ist begeistert von dem Gemeinschaftsprojekt: „“Die Touristiker ziehen hier vorbildlich an einem Strang und zeigen, wie interkommunale Arbeit funktioniert.“

 

Die Herausforderungen der Digitalisierung gemeinsam bewältigen

Die Herausforderungen der Digitalisierung gemeinsam bewältigen

LEADER-Förderantrag für Machbarkeitsstudie des Projektes „Digitale Zukunftswerkstatt“ bewilligt

Bad Berleburg, 27. Mai 2020. Digitalisierung betrifft jeden. Das wird in dieser Zeit, in der die Corona-Pandemie das Arbeits- und Privatleben auf den Kopf stellt, eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Herausforderungen der Digitalisierung als Chance zu begreifen und zu nutzen – das hat sich eine Interessengemeinschaft regionaler Institutionen und Unternehmer (siehe unten) als Ziel gesetzt: Sie wollen ein digitales Qualifizierungszentrum entwickeln. LEADER fördert die Machtbarkeitsstudie für dieses Gemeinschaft-Projekt.

Finanzierung der 50.000 Euro Planung
Die Bezirksregierung stimmte der Förderung zu: 65 Prozent der Kosten trägt LEADER, die restlichen 35 Prozent der 50.000 Euro stemmt die Interessengemeinschaft. Projektkoordinator der digitalen Zukunftswerkstatt ist Andreas Kurth, Leiter im Bereich Ausbildung und Studium bei der EJOT Holding. „Mit der Zukunftswerkstatt wollen wir die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung für jedermann praxisnah und anschaulich darstellen und erlebbar machen. Es geht uns nicht um ein weiteres Forschungs- und Entwicklungszentrum, sondern um Breitendigitalisierung.“

Erlebnisraum für jede Altersklasse
Das Qualifizierungszentrum soll jeder Altersklasse eine passgenaue Unterstützung bieten. Schüler, Auszubildende, Eltern, Lehrer, Ausbilder, Fach- und Führungskräfte sowie Senioren sollen die Digitalisierung auf spielerische Weise erfahren, dabei Berührungsängste abbauen und neue Kenntnisse erlangen.

Regionalen Zusammenhalt stärken und Fachkräfte sichern
„Ziel des Projektes ist es, den Herausforderungen der Digitalisierung gemeinsam und hier vor Ort zu begegnen, um so alle Menschen der Region auf dem Weg in die Digitalisierung erfolgreich zu begleiten“, erklärt Kurth. Durch diesen regionalen Zusammenhalt werden auch die Akteure untereinander stärker vernetzt. „Wir wollen digitale Nachwuchskräfte vor Ort fördern, um einen Beitrag zu Fachkräftesicherung in der Region zu leisten“, erklärt der EJOT-Abteilungsleiter. Mit diesen Eigenschaften hätte das digitale Qualifizierungszentrum ein Alleinstellungsmerkmal und wäre ein zentraler Leuchtturm der Region.

Geschäftsmodell wird erarbeitet
Die Kernfragen der Studie lauten: „Kann ein digitales Qualifizierungszentrum in der Region dauerhaft wirtschaftlich betrieben werden und was sind geeignete Qualifizierungsinhalte?“. Gemeinsam mit Jun.-Prof. Dr. Thomas Ludwig von der Universität Siegen, den regionalen Unternehmen, öffentlichen Verwaltungen, Schulen und Vereinen werden in den nächsten Wochen die Herausforderungen und Potenziale der Digitalisierung diskutiert. „Hier wollen wir herausfinden, wo der Schuh drückt und konkrete Qualifizierungsbedarfe bestehen. So erhalten wir wichtige Informationen zur weiteren Planung“, so Thomas Ludwig. Am Ende soll die Machbarkeitsstudie konkrete Angaben zu Zielgruppen, potenziellen Lernern, der technischen Infrastruktur, Personalausstattung und Investitionskosten bringen. Auch die Entwicklung eines tragfähigen Geschäftsmodells zum dauerhaften Betrieb der „digitalen Zukunftswerkstatt“ soll erarbeitet werden.

Weitere Förderung zur Umsetzung
„Wir glauben fest daran, dass unsere Idee funktioniert“, erklärt Andreas Kurth. Kommt die Machbarkeitsstudie zu einem positiven Ergebnis, bewirbt sich die Interessengemeinschaft beim Landesförderprogramm REGIONALE 2025, um das Qualifizierungszentrum für die Region auf den Weg bringen.

Teilnehmer der Interessengemeinschaft

  • EJOT Holding GmbH & Co. KG
  • Erndtebrücker Eisenwerk GmbH & Co. KG
  • Osterrath GmbH & Co. KG
  • REGUPOL BSW GmbH
  • HEINRICH WAGNER SINTO MASCHINENFABRIK GmbH
  • Industrie- und Handelskammer Siegen
  • Evangelischer Kirchenkreis Wittgenstein
  • Stadt Bad Berleburg
  • Stadt Bad Laasphe
  • Gemeinde Erndtebrück
  • Kreis Siegen-Wittgenstein
  • Universität Siegen
Veränderungen in der Stadtbücherei geplant

Veränderungen in der Stadtbücherei geplant

LEADER bewilligt die Konzeptentwicklung / Bürgerbeteiligung mit Video-Konferenz

Bad Berleburg, 27. Mai 2020. Die Bedeutung von Bibliotheken hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt. Die Menschen passen ihre Nutzungsgewohnheiten der voranschreitenden Digitalisierung an, das Leseverhalten verändert sich: So werden E-Book und E-Paper zunehmend beliebter. Diese Veränderung spürt auch die Stadtbücherei in Bad Berleburg. Gemeinsam mit der Bevölkerung möchte die Stadt ein Konzept für die Zukunftsgestaltung der Bücherei entwickeln. Nachdem jetzt der Förderantrag für die Finanzierung des Projektes durch LEADER bewilligt wurde, kann die Konzepterarbeitung beginnen.

Erste Schritte in Richtung Digitalisierung

Rund 15.000 Bücher, Hörspiele und Filmen befinden sich derzeit in der Sammlung der Stadtbücherei. Kinder, Jugendliche und Erwachsene nutzen die Räumlichkeiten im Alten Landratsamt regelmäßig als Rückzugsort, Leseecke oder Lernplatz. Erste digitale Schritte hat die Stadt Bad Berleburg bereits gemacht: mit GoLibri, dem Online-Bibliotheksverbund Südwestfalen und OnLeihe24, der 24-Stunden-Online-Bibliothek. Daran will die Stadtbücherei anknüpfen. Aufgrund des neuen Nutzerverhaltens ist eine Veränderung des jetzigen Konzeptes dringend notwendig.

Bestehende Nutzer behalten, neue Kunden gewinnen

Damit sich die Bad Berleburger mit dem neuen Konzept der Stadtbücherei identifizieren können, sollen sie eigene Ideen und Vorschläge einbringen. So werden neue Nutzergruppen kennengelernt und bestehende Gewohnheiten beachtet. In einem offenen Prozess ist jeder eingeladen, seine Kreativität in die Konzepterarbeitung einfließen zu lassen. Durch die intensive Bürgerbeteiligung soll die Stadtbücherei in Zukunft zu einem zentralen Treffpunkt und Begegnungsort werden.

LEADER übernimmt 65 Prozent der Kosten

Das zukunftsfähige Konzept wird von einer externen Agentur angefertigt. Der hohe Aufwand hat seine Kosten: 65.000 Euro. Durch den bewilligten Antrag – nach Zustimmung und Beschluss durch die Lokale Aktionsgruppe und der Bezirksregierung – werden 65 Prozent der Kosten von dem Förderprogramm LEADER übernommen. Die restlichen 20.000 Euro müssen mit Eigenmitteln gestemmt werden. Bis spätestens Ende August soll das Ergebnis vorliegen.

Änderungen durch Corona

Geplant war, in einem moderierten Prozess Ideen zu sammeln. Aufgrund der aktuellen Auflagen durch die Coronavirus-Pandemie ist die Form einer ´klassischen´ Bürgerversammlung derzeit aber nicht möglich. Die Stadt reagiert mit digitalen Möglichkeiten: In einem Online-Workshop im Zeitraum von zwei Wochen soll das zukunftsfähige Konzept entwickelt werden: Per Video-Konferenz können sich Bürger, Vereine und Institutionen an der Erarbeitung beteiligen. Wer nicht digital unterwegs ist, kann trotzdem mitmachen: Bürger und Bürgerinnen können ihre Ideen auch auf einem Zettel einreichen.

Auch das von LEADER bewilligte Projekt „Theaterpädagogischer Workshop im Unterricht mit Aufführung eines Theaterstückes“ muss aufgrund der Pandemie erst einmal verschoben wird.

Ein Vereinsgebäude aus Käferholz

Ein Vereinsgebäude aus Käferholz

LEADER fördert Machbarkeitsstudie für neue Halle des Jugendfördervereins Bad Berleburg

Bad Berleburg, 8. Mai 2020. Der Jugendförderverein (JFV) Bad Berleburg ist ein wichtiger Motor für die Region und kennt keinen Stillstand: Die eigene Veranstaltungs-GmbH und der ständig wachsende Materialpool tragen einen großen Teil zum Erfolg bei, sorgen aber auch immer wieder für logistische Herausforderungen: Es fehlen Räumlichkeiten und die Lagerkapazitäten sind schnell erschöpft. Die Lösung soll ein multifunktionales Vereinsgebäude aus Käferholz sein. Der erste Schritt Richtung Neubau ist gemacht, denn im Rahmen des Förderprogamms LEADER wurde jetzt die Konzeptplanung für das Projekt bewilligt.

Mehr Platz für Material
Vor einigen Monaten stellte der Jugendförderverein die Idee bei „LEADER Region Wittgenstein“ vor. Nach Zustimmung durch die Lokale Aktionsgruppe wurde der Förderantrag gestellt. Nun gab die Bezirksregierung grünes Licht: 65 Prozent des 25.000 Euro-Projekts werden gefördert, den Rest zahlt der Jugendförderverein aus Eigenmitteln. Bis September 2020 sollen das Konzept und die Machbarkeitsstudie vorliegen.

„Kurz- und langfristig sind wir auf eine neue Halle angewiesen“, erklärte der JFV-Vorsitzende und Projektleiter Heiko Jung. Derzeit nutzt der Jugendförderverein eine Lagerhalle im Gewerbegebiet Herrenwiese. „Aufgrund des Materialwachstums reichen die jetzigen Kapazitäten nicht mehr aus. Außerdem benötigen wir dringend Büroräume für unsere Mitarbeiter. Ein Neubau würde sich also anbieten.“

Multifunktionale Nutzung
Das Vereinsgebäude soll auf einem 5.700 Quadratmeter großen Grundstück oberhalb des Kriegerplatzes am Sengelsberg errichtet werden. Die zentrale Treffpunkteinrichtung soll die Arbeit des Vereins an einem Ort bündeln. Außerdem könnten dort Lagerhalle, Archiv und Proberaum entstehen. „Wir wollen das Gebäude mit Leben füllen“, erklärt der Projektleiter. Für Veranstaltungen soll der Neubau nicht dienen, dafür sind die benachbarte Halle des Heimatvereins Landwirtschaft und Brauchtum und der Festplatz der Kyffhäuser Kameradschaft gleich nebenan ausgelegt. „Da würde ein drittes Gebäude für Veranstaltungen keinen Sinn machen“, meint Heiko Jung. „Wir wollen mit den benachbarten Grundstückseigentümern kooperieren und uns gegenseitig unterstützen.“

Käferholz und Erdwärme für mehr Nachhaltigkeit
Beim Bau wird auf Käferholz gesetzt: „Wir wollen die Waldbauern und die Region fördern, indem wir Käferholz einsetzen und zeigen, dass dieses Holz trotz Schönheitsmakel sehr gut genutzt werden kann – und zwar ohne bautechnische Einschränkungen oder Nachteile“, erklärt der JFV-Vorsitzende.

Bei der Konzeptentwicklung ist nicht nur die Bauweise, sondern auch die klimaneutrale Wärmegewinnung besonders. Mit der Erdwärme (Oberflächennahe Geothermie) werden Umwelt und Landschaft geschont. Außerdem ist die Energiequelle unabhängig von Wetter und Uhrzeit, so kann jederzeit Wärme gewonnen werden.

Regionales Leuchtturmprojekt
„Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen“, erklärt Heiko Jung. Die Halle aus Käferholz und die klimaneutrale Energieversorgung sollen ein Vorbild für weitere Bauvorhaben in Wittgenstein sein. Darüber hinaus wird es modellhaft die Nutzung von regenativen Energien darstellen und dient somit als regionales Leuchtturmprojekt.

Ob dieser Neubau überhaupt möglich ist, soll das Planungsgutachten zeigen. „Wenn das Konzept als machbar gekennzeichnet wird, wollen wir 2021 mit dem Bau beginnen“, so Heiko Jung. Zur Finanzierung des Bauvorhabens bewirbt sich der Jugendförderverein auf ein weiteres Förderprogramm, denn die Kosten werden sich in sechsstelliger Höhe bewegen.

Letzte Amtshandlung
Die ehemalige LEADER-Regionalmanagerin Ines Wünnemann ist seit dem 1. Mai 2020 für die Stadt Bad Berleburg tätig. Die Betreuung des JFV-Projekts war eine ihrer letzten Amtshandlungen im Rahmen von LEADER. „Das war ein schönes letztes Projekt“, erzählte sie. Und auch Projektleiter Heiko Jung war zufrieden: „Die Zusammenarbeit war super, dafür sind wir sehr dankbar.“

Mitmachen lohnt sich

LEADER-Region Wittgenstein bekommt zusätzliche Förderung für Kleinprojekte | Antragsfrist: 2. Juni

Wittgenstein, 28. April 2020. Große Chancen für kleine Projekte: Mit dem Regionalbudget steht der Region Wittgenstein ein neues Förderinstrument für Maßnahmen von jeweils bis zu 20.000 Euro zur Verfügung. Das Geld aus dem „Sonderplan der Gemeinschaftsaufgabe für Agrar- und Küstenschutz“ (kurz: GAK-Sonderplan) wird exklusiv in LEADER-Regionen in Nordrhein-Westfalen angeboten und über das Regionalmanagement vor Ort abgewickelt.

„Damit werden gezielt Träger von kleineren Projekten angesprochen“, erklärt Holger Saßmannshausen, Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Region Wittgenstein. Wie bei jeder Fördermaßnahme gibt es dabei „Spielregeln“, die einzuhalten sind, doch insgesamt verspricht das Regionalbudget insbesondere Vereinen eine relativ unkomplizierte und schnelle finanzielle Unterstützung. „Die zusätzliche Fördersumme von insgesamt 135.000 Euro von Bund und Land für 2020 eröffnet uns neue Möglichkeiten, die wir auf jeden Fall wahrnehmen sollten.“

Das Regionalbudget folgt derselben Grundidee wie schon das LEADER-Programm: Es gilt das Bottom-up-Prinzip, das „von unten nach oben“ wirkt. Die Träger von Kleinprojekten können über diese attraktive Fördermöglichkeit ihre Ideen einbringen. Um eine Förderfähigkeit zu erzielen, sollte es eine investive Maßnahme sein, die innerhalb des laufenden Jahres umgesetzt werden kann und eine Gesamtsumme von 20.000 Euro nicht überschreitet. Der Eigenanteil liegt bei 20 Prozent, also bei maximal 4.000 Euro.

„Mitmachen lohnt sich allein schon, weil Zuschüsse in Höhe von bis zu 80 Prozent der förderfähigen Ausgaben gewährt werden können“, sagt der LAG-Vorsitzende. Dafür machen sich die Wittgensteiner Kommunen stark: Einstimmig haben die Bürgermeister aus Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück ihre Unterstützung durch die Finanzierung des Eigenanteils zugesagt. Dem folgte dann der Beschluss des LAG-Vorstands.

Jetzt kann es losgehen. „Die besondere Herausforderung ist natürlich, dass die Projekte bis zum Jahresende umgesetzt und abgerechnet sein müssen“, erläutert Holger Saßmannshausen. „Das wird sowohl für Projektträger als auch für das Regionalmanagement schon sportlich, aber es ist möglich. Die Hürden für die Kleinprojekteförderung liegen nicht so hoch wie bei LEADER-Projekten.“

Die wichtigsten Informationen in aller Kürze:

  • Anträge für Kleinprojekte 2020 können ab sofort bis zum 2. Juni 2020 eingereicht werden – bitte das offizielle Antragsformular nutzen (Download im Internet: www.leader-wittgenstein).
  • Kleinprojekte dürfen ein Gesamtvolumen von 20.000 Euro (brutto) nicht überschreiten. Die Bagatellgrenze liegt bei 4.000 Euro.
  • Gefördert werden bevorzugt investive Maßnahmen.
  • Mit dem Antrag werden ggf. verschiedene ergänzende Dokumente nötig, z.B. Angebote zum Vergleich oder Nutzungs- und Gestattungsverträge für die Flächen, auf denen die Maßnahme stattfinden soll.
  • Für einen Zeitraum von bis zu zwölf Jahren muss eine Instandhaltung geförderter Gegenstände gewährleistet sein.
  • Kleinprojekte müssen innerhalb des bewilligten Kalenderjahres umgesetzt und mit dem Regionalmanagement abgerechnet werden.
  • Bitte alle Dokumente und Unterlagen, die auf der Website zur Verfügung stehen, aufmerksam durchlesen, denn nur vollständige Projektanträge können in der Auswahl berücksichtigt werden.

Die Projektauswahl erfolgt durch die Lokale Aktionsgemeinschaft der LEADER-Region Ende Juni 2020 im Rahmen des zur Verfügung stehenden Budgets. Ab der Bewilligung (spätestens 1. August) können die Projekte umgesetzt werden. Die Abschlussabrechnung mit allen Belegen muss bis zum 30. November 2020 vorliegen. Für sämtliche Fragen rund um die Kleinprojekte im Rahmen des Regionalbudgets steht das Regionalmanagement gern zur Verfügung: Als Ansprechpartner sind Andreas Bernshausen und Stefanie August unter Telefon 02751 922-1234 erreichbar.

Alles Wissenswerte rund um die Kleinmaßnahmen sowie verschiedene Formulare und Informationen für eine Beantragung des Regionalbudgets stehen hier zur Verügung.

Das Zentrum Via Adrina in Arfeld wird zur LEADER-Projektideen-Schmiede

Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Region Wittgenstein um ihren Vorsitzenden Holger Saßmannshausen lädt alle Bürgerinnen und Bürger ganz herzlich zur 12. LAG-Vorstandssitzung der LEADER-Region Wittgenstein mit öffentlicher „Projektideen-Schmiede“ ein. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 4. Februar 2020, ab 18 Uhr im Zentrum Via Adrina in Arfeld (Stedenhofstraße) statt. „Wir freuen uns sehr über das wiederum große Interesse aus der Bevölkerung, neue Projekte für Wittgenstein vorzustellen und voranzubringen“, freut sich Carolin Lünser mit Ines Wünnemann und Jens Steinhoff aus dem LEADER-Regionalmanagement, die die Veranstaltung vorbereitet haben.

Außerdem können alle Gäste spannende Kurzvorträge erleben und sich in einer Projektausstellung mit den Ideengebern auch direkt austauschen. Für Getränke und kleine Snacks ist gesorgt.

Das Programm der öffentlichen LEADER-Projektschmiede am 4. Februar im Überblick:

Vorstellung von neuen Projektideen
Präsentationen und Dialog mit allen an Themenplätzen:
1. „Gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit – Kleinprojekte zur Förderung von Nachhaltigkeit und Klimaschutz in den Ortschaften Bad Berleburgs“, Stadt Bad Berleburg, Colette Siebert
2. „Schaffung einer Personalstelle zur Koordination des Projektes „Gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit – Kleinprojekte zur Förderung von Nachhaltigkeit und Klimaschutz in den Ortschaften Bad Berleburgs“, Stadt Bad Berleburg, Colette Siebert
3. „Banfetal – Online / digitales Banfetal“, Michael Ermert
4. „Gemeinsam, praktisch, stimmig – mobile Hütten für die Region“, Gymnasium und Realschule Schloss Wittgenstein, Gordon Kämmerling

Zusammenfassende Vorstellung von zu beschließenden Projekten durch das Regionalmanagement zusammen mit Vertretern der Projektträger
1. „Nachhaltige Anpflanzung einer Streuobstwiese und Bienenweide im Bereich der Klinik Wittgenstein mit (zertifiziertem) Wanderweg und Ruhebänken“, Klinik Wittgenstein, Ev. Johanneswerk gGmbH, Geschäftsleiter Thomas Dörr
2. „Bürgerpark auf dem „Alten Friedhof“ im Ederfeld“, Evangelische Kirchengemeinde Erndtebrück, Pfr. Stefan Berk

Sie sind herzlich willkommen, Ihre Anregungen und Ideen einzubringen. Nutzen Sie die Chance, die Ideengeber kennenzulernen, tauschen Sie sich aus und lassen Sie sich zu eigenen Projektideen inspirieren.